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Umzug: Black Liquid Tattoo
in Stuttgart-West

Bunte Bildchen und Löcher in der Haut: Das auf Tattoos und Piercings spezialisierte Team vom Black Liquid machte Ende des Jahres 2016 im Fluxus Platz für neue Mieter. Auf Tinte unter der Haut und ausgefallene Schmuckstücke muss man aber dennoch nicht verzichten – war das Studio in den letzten Monaten zunächst als zeitlich begrenzten Projekt in der Temporary Concept Mall anzutreffen, haben die Mädels und Jungs jetzt eine eigene Location im Westen unweit der Haltestellen „Russische Kirche“ bzw. „Hölderlinplatz“ bezogen. Wir haben uns an der neuen Adresse in der Hölderlinstraße 53 einmal umgeschaut und mit Teilhaberin und Piercerin Babsy sowie Betreiberin Jenny ein paar Fragen geklärt …

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Welche Frage bekommt ihr am häufigsten gestellt?
Babsy & Jenny gleichzeitig: Tut’s weh?!
Jenny: Und ob es temporäre Tattoos oder Bio-Tattoos gibt, die nach einem Jahr wieder verschwinden.
Babsy: Um das zu beantworten: Ja, es tut weh. Nein, es gibt keine temporären Tattoos.

Gibt es Motive, die ihr selbst nicht mehr sehen könnt?
Jenny: Generell sind wir Dienstleister. Klar, jeder hat seinen eigenen Stil, aber grundsätzlich machen wir alles. Außer natürlich wenn jetzt jemand kommt, der noch gar keine Tattoos hat und dann direkt eines sichtbar am Hals, im Gesicht oder an der Hand will – das machen wir in der Regel nicht.
Babsy: Und wir kopieren keine anderen Tätowierungen. Das muss man den Kunden oft ausreden, dass wir keine Vorlagen aus dem Internet eins zu eins umsetzen, sondern wenn dann in abgeänderter Form.
Jenny: Die Tattoos von David Beckham, The Rock und Rihanna sind da so die häufigsten Bilder, die ins Studio gebracht werden. Da kommt dann so ein dünner Typ mit roten Haaren und Sommersprossen, der dann das Tattoo von The Rock will – aber das kommt bei ihm natürlich nicht ganz so rüber.

Vielleicht wachsen ja damit auch die Muskeln …
Jenny: Das kann natürlich sein (lacht). Aber viele Leute kompensieren tatsächlich mit Tattoos ihr Selbstbewusstsein und ziehen aus den Bildern Stärke und Kraft.

An welche skurrilen Motivwünsche könnt ihr euch erinnern?
Jenny: Wenn eine Sklavin mit ihrem Herrn ins Studio kommt und sagt ich hätte gerne den Schriftzug „Ich bin Eigentum von XY“ – sowas passiert tatsächlich häufiger. An nicht sichtbaren Stellen natürlich …

Welche Tattoo-Trends seht ihr aktuell?
Babsy: Infinity-Zeichen, Federn, Pusteblumen und Vögel waren im letzten Jahr sehr aktuell.
Jenny: Mandalas sind auch immer noch sehr angesagt.

Wie oft kommen Cover-ups bei euch vor?
Jenny: Häufig.
Babsy: Jugendsünden oder vergeigte Tattoos, die aufgefrischt werden sollen oder aus einem kleinen Punkt wird ein ganzer Arm – da gibt es einige.
Jenny: Namen kommen auch noch oft vor. Die Hemmung, sich ein Tattoo stechen zu lassen ist heutzutage deutlich weniger da. Die Leute kommen her und denken sich ach komm, ich lass’ mir das jetzt den Namen von meinem Freund tätowieren, den ich seit drei Wochen habe, um ihm zu beweisen, dass ich es ernst meine und wenn es wieder vorbei ist oder mir nicht mehr gefällt mache ich eben ein Cover-up oder lasse es lasern. Es ist nicht mehr so verbreitet, dass sich die Leute da wirklich denken das ist für die Ewigkeit.

Kommen zu euch mehr Leute, die zum Motiv eine ganze Lebensgeschichte parat haben, oder eher Menschen, die einfach ein hübsches Bildchen wollen?
Babsy: Ich denke so 50:50.

Welche Story hinter einem Tattoo hat euch selbst mitgenommen?
Jenny: Wir haben einen relativ jungen Kunden, der im Profi-Sport tätig war und jetzt mit Mitte zwanzig nach zahlreichen Operationen körperlich ein Wrack ist. Der hat sich einen Sleeve stechen lassen mit jeder Menge Symbolen, die für ihn Kraft, Energie und Stärke ausstrahlen, die ihn daran erinnern immer weiter zu kämpfen und nicht aufzugeben. Das ist schon traurig, wenn jemand so jung ist und du merkst, dass er so eine Karriere vor sich hatte und jetzt fast nur noch im Krankenhaus liegt, aber eben durch seinen Körperschmuck auch sagt „ich lass mich davon nicht unterkriegen“.

Gibt es Kunden, die ihr wieder weg schickt?
Babsy: Wir tätowieren keine Minderjährigen, auch nicht mit Einverständnis der Eltern. Tattoos sind immer ab 18.
Jenny: Und wir hatten Mal eine Kundin, die noch gestillt hat und trotzdem sofort ein Tattoo auf dem Oberarm wollte. Da haben wir dann auch gesagt, dass wir weder stillende noch schwangere Frauen tätowieren und sie das ihrem Kind auch nicht antun sollte.

Wie sieht es bei euch generell mit Wartezeiten aus?
Jenny: Viele wollen ihr Tatto jetzt sofort, deswegen schauen wir auch, dass wir nicht so voll sind. Wir sind selbst alle so, dass wir keine zwei Jahre auf ein Motiv warten wollen und verstehen das natürlich. Deswegen dauert es bei uns in der Regel maximal drei Monate bis zum nächsten Termin.

Ist schon mal jemand wegen einer verlorenen Wette mit einem Tattoowunsch zu euch gekommen?
Jenny: Ich selbst habe sowas mal gemacht! Das war von einem Mensch, der nicht tätowieren kann auf einer Tattoo-Convention: Wir haben gewettet, ich habe verloren und er durfte mir dann ein Motiv am Handgelenk stechen. Das soll eigentlich so eine Rocker-Hand sein, fällt aber zum Glück nicht gerade auf. Er war aber dann so begeistert, dass ich ihm das auch stechen durfte, was noch schlimmer aussieht. Aber immer wenn ich das sehe denke ich daran und es war wirklich eine lustige Zeit!

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Wir verlosen je einen 50-Euro-Gutschein für ein Tattoo oder Piercing: Einfach eine Mail mit dem Betreff „Black Liquid“ und vollständiger Adresse an gewinner@reflect.de schicken oder einen Kommentar hinterlassen, warum ihr gewinnen wollt. Viel Glück!
Teilnahmeschluss: 28.02.2017, Teilnahmebedingungen s. Impressum
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black-liquid-tattoo.de

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2 Kommentare

  • Reply
    Anna
    26. Januar 2017 at 19:35

    Hallo!

    Mein drittes Tattoo wartet auf mich! „Leider“ war ich in den letzten Jahren „dauernd“ schwanger und musste das Projekt immer wieder aufschieben.

    Aber nach der Geburt meines zweiten Kindes im Dezember, ist es endlich soweit. Und die beiden klingen sehr sympathisch, deswegen würd ich mich über den Gutschein sehr freuen!

    Grüßle
    Anna

  • Reply
    Kerstin
    25. Februar 2017 at 0:45

    Alle guten Dinge sind drei! Weil zwei tattoos nicht genug sind 🙂

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