Aus der Kategorie

Genuss

Advertorial Genuss Gewinnspiel

Lange Nacht der Weine

Lange Nacht der Weine

Am 11. und 12. Mai werden im Wizemann die Gaumen aller Weinentdecker und langjährigen Kenner wieder auf eine entspannte und vollmundige Probe gestellt – die Lange Nacht der Weine geht bereits in die dritte Runde. Ob aufstrebender Nachwuchs oder traditionelle Weingüter, es geht um Geschmack, Qualität und Genuss! Mit viel Liebe zum Detail, tollen regionalen Weinen, Musik und Food-Ständen wandert man gerne von Stand zu Stand, von Winzer zu Winzer und von Vino zu Vino. Wie immer gibt es eine Verkostungsphase (19-22 Uhr), bei der alle Weine gratis probiert werden können. Im Anschluss daran findet der Partyteil des Abends mit DJ-Musik und ausgewählten Weinen der Winzer zu fairen Preisen statt.

Vorab haben wir uns mit Daniel Kuhnle vom Weingut Kuhnle (Weinstadt-Strümpfelbach)
 unterhalten: 
„Tradition ist wichtig, aber man darf die Zukunft nicht aus den Augen verlieren“, sagt Daniel Kuhnle. Sein ca. 25 ha großes Weingut liegt vor den Toren Stuttgarts, im malerischen Remstal, mit dem er sich sehr verbunden fühlt. Auf der Langen Nacht der Weine am 11. und 12. Mai stellt er vier seiner Weine vor.


Daniel, Margret und Werner Kuhnle

Daniel Kuhnle, du machst Wein – und Weinperlen. Das klingt erst einmal schräg.

Ist aber in jeglicher Hinsicht eine ganz natürliche Sache. Die Weinperlen bestehen zu 100 % aus Wein. Ihn umgibt lediglich eine feine, geschmacksneutrale Alginatschicht. Die genaue Rezeptur bleibt mein Geheimnis. Die Perlen sind noch recht neu auf dem Markt und bislang bin ich mit meiner zweiten Firma Gandelhof weltweit der einzige, der dieses Produkt anbietet. Man kann sie pur essen, zum Garnieren oder Verfeinern von Gerichten verwenden oder – die Roséperlen eignen sich hierfür zum Beispiel sehr gut – mit Sekt aufgießen. Eine kleine Spielerei, die aber sehr gut ankommt.

Hat der Württemberger Wein das nötig?

Ach, darum geht es doch gar nicht. Ich finde es wichtig, dass man sich weiterentwickelt und nicht auf der Stelle tritt. Jedes Weingut möchte sich doch von anderen abheben und durch einen besonderen Stil oder ein besonderes Angebot hervorstechen. Heutzutage muss man das auch tun, mehr denn je. Unser Weingut gibt es seit 35 Jahren, wenn wir nicht hin und wieder etwas auf den Prüfstand gestellt oder etwas Neues gewagt hätten, wären wir sicherlich nicht dort, wo wir jetzt sind.

Stichwort Innovation. Ist Fortschritt wichtiger als Tradition?

Entweder-oder ist mit Sicherheit der falsche Ansatz. Tradition und Innovation schließen sich in meinen Augen nicht aus. Hätten sich meine Eltern nicht von Anfang an voll auf den Wein konzentriert, gäbe es uns in der heutigen Form nicht. Wir haben auch in Sachen Rebsorten schon vor zwanzig Jahren hier im Remstal Pionierarbeit geleistet und schon sehr früh angefangen, internationale Rebsorten wie Merlot oder Syrah anzubauen oder auch mit eher ungewöhnlichen Sorten zu experimentieren. Garanoir zum Beispiel: In Deutschland sind wir das einzige Weingut, das diese ursprünglich aus der Schweiz stammende Kreuzung anbaut. Dadurch haben wir einen großen Wissensvorsprung, können auf viele Jahre Erfahrung mit diesen Rebsorten zurückgreifen. Aber die traditionellen, für die Gegend typischen Rebsorten wie zum Beispiel Riesling, Kerner, Lemberger, Trollinger oder Muskattrollinger sind natürlich immer noch immens wichtig für uns. Riesling ist bei den Weißweinen ganz klar unser Zugpferd, gleich danach kommen aber auch schon „modernere“ Rebsorten wie Sauvignon Blanc und Chardonnay.


Lange Nacht der Weine

Du sprachst eben von deinen Eltern, die schon in den 80er und 90er Jahren um die Ecke gedacht haben. Was hast du denn anders gemacht?

Meine Praktika zum Beispiel sind eher ungewöhnlich für einen Winzer aus dem Remstal. Nach meiner Winzerlehre bin ich erstmal ins Ausland gegangen, zunächst in die Schweiz, wo ich in einer Klosterkellerei gearbeitet habe und danach für drei Monate nach England, um dort in einer kleinen Sektkellerei Erfahrung (u.a. mit Champagnerrebsorten) zu sammeln. Ich wollte ein bisschen nach rechts und links schauen und mich abseits der ausgetrampelten Pfade weiterbilden. Das – und natürlich auch das darauffolgende Studium der Weinbetriebswirtschaft – hat mir viel gebracht, mir gezeigt, dass man gut daran tut, auch mal speziellere Dinge auszuprobieren und Wege zu wählen, die nicht jeder geht.

Trotzdem bist du letztlich sehr heimatverbunden. Du vertrittst zum Beispiel die Winzergruppe „Junge Remstäler“. Was bedeutet es für dich, ein Remstaler zu sein?

Es ist mir natürlich sehr wichtig, sonst hätte ich dieses Gemeinschaftsprojekt nicht initiiert. Wir sind insgesamt fünf Weingüter (Weingut Kuhnle, Weingut Dobler, Remstalkellerei, Weingut Escher und Weingut Zimmer), die unter diesem Zusammenschluss gemeinsam auf Veranstaltungen auftreten und das Remstal nach außen in all seinen Facetten und Strukturen widerspiegeln. Es ist ein Top-Weinbaugebiet, das den Spagat zwischen dem Anbau qualitativ hochwertiger, neuer Rebsorten und dem Erhalt alter Sorten sehr gut meistert und echte Spitzenweine hervorbringt. Und das definitiv mehr Präsenz im Glas und in der Öffentlichkeit verdient hätte. Hier ist durchaus noch Luft nach oben.

Das betrifft ja nicht nur den Württemberger Wein im Speziellen, sondern auch den deutschen Wein im Allgemeinen? Wo siehst du dessen Zukunft?

Es ist schon so, dass der deutsche Wein in den letzten Jahren eine deutliche Qualitäts- und auch Rufsteigerung erfahren hat. Trotzdem wird immer noch sehr viel ausländischer Wein getrunken, über 50 % der hier getrunkenen Weine stammt aus Frankreich, Italien, Spanien oder Übersee. Ich finde das schade, denn wir können durchaus mit diesen Ländern mithalten. Ein deutscher Spätburgunder braucht sich nicht zwangsläufig hinter einem Pinot Noir aus dem Burgund verstecken. Hier sehe ich Winzer wie Händler in der Pflicht – man muss den Kunden zeigen, wie gut deutscher Wein oder eben auch Wein aus dem Remstal sein kann. Deswegen sind wir auch auf Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Weine präsent, der Kontakt zu der neuen Generation der Weintrinker ist sehr wichtig für uns.

INFO: LANGE NACHT DER WEINE

11./12.05.18 • 19 – 02 Uhr • Im Wizemann • lange-nacht-der-weine.de

WIN WIN WIN

Wir verlosen 2×2 Tickets für Freitag, den 11.05.18! Einfach eine Mail mit dem Betreff „Lange Nacht der Weine 2018“ und vollständiger Adresse an gewinner@reflect.de schicken oder einen Kommentar hinterlassen, warum ihr gewinnen wollt. Viel Glück! Teilnahmeschluss: 10.05.2018 um 13 Uhr, Teilnahmebedingungen s. Impressum

Mehr tolle Gewinne und spannende News aus dem Kessel findet ihr hier