Alle Posts in der Kategorie News Frankfurt
Neues Gastrokonzept: Mayfeld’s in Hanau
Zugegeben, Hanau ist nicht Frankfurt. Wenn sich aber der langjährige DJ C-Rock aka Christian Rindermann von Motorcitysoul und Resident im Cocoon Club in die Gastronomie begibt, dann ist das eine kleine Reise wert in die Ludwigstraße 71. Gemeinsam mit Dieter Engel (be-kannt von der Hanauer Pulvermühle) hat er...
Die neuesten Artikel
Italienische Küche im Vai Vai
„L’arte di mangiare“, also die Kunst des Genießens, wird im neu eröffneten Restaurant Vai Vai im Westend groß geschrieben. Den Betreibern Goran Petreski (Destino) und Tim Plasse (Frankfurter Multigastronom) ist vor allem eines wichtig: Bei ihnen im Lokal soll „die italienische Küche in Reinform“ zelebriert werden. „Ein Hauch Bargeflüster, eine Prise Osteria, dazu der Duft von Espresso, frischen, italienischen Broten und Kräutern in einer wirklich beeindruckenden Location“, beschreibt Goran Petreski sein neues Baby.Grüneburgweg 16 • Mo-Sa 12-15 & 18-23 Uhr, So 9-23 Uhr
vaivai.de
Der Pizza-Automat B-Ebene Hauptbahnhof
Nein, es ist kein neu gestalteter Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn, der in der B-Ebene des Hauptbahnhofs kurz vor einer Rolltreppe für Aufsehen sorgt. Von weitem könnte man das tatsächlich glauben, aber kommt man dem roten Automat näher wird schnell klar: hier kann man anstatt Tickets die Pizza seiner Wahl ziehen. Das klingt für manche vielleicht eklig, aber das ist es nicht – vorausgesetzt man mag Tiefkühlpizza und ist auch sonst ein unerschrockener und experimentierfreudiger Nahrungsmittelvertilger. Praktisch ist zumindest mal, dass der Automat 24 Stunden geöffnet hat.
Zoom – der neue Club im alten Sinkkasten
Mit der Silvesterparty ging eine lange Ära unter der Leitung von Rudi Link zu Ende: Der Sinkkasten Arts Club ist nun endgültig Geschichte. Nach einem Umbau geht es aber ab März mit neuen Betreibern und anderem Namen in den Räumlichkeiten weiter. Der neue Club wurde „Zoom” getauft – ein geschichtsträchtiger Name, denn bereits in den 70er Jahren gab es einen Nightlife-Spot namens Zoom in der Brönnerstr. 5-9. Erst 1979 wurde der einstige Hippie-Club vom Sinkkasten abgelöst. Was wird mit dem Zoom 2012 nun anders? Der Gang zum Café wurde geschlossen, die Theke erweitert und die Fläche insgesamt etwas verkleinert. Die restlichen Sitze wurden entfernt, frische Farbe aufgetragen und vor allem eine wichtige Renovierung in Angriff genommen: die Toiletten. Ansonsten ändert sich vom Grundkonzept her nicht viel: Der Fokus liegt weiterhin auf Konzerten und Clubabenden mit internationalen und regionalen Bands und DJs. Zu den Highlights im März gehören das Konzert von Whomadewho (20.03.) und das DJ-Set von John Talabot (24.03.).zoomfrankfurt.com
Binding Adler – das freut nicht nur Eintracht-Fans
Das „Adler“ ist gelandet: Unter diesem viel versprechenden Motto schickte die Binding-Brauerei Anfang des Jahres ein neues Pils ins Rennen. Den Slogan „das Frankfurter Original für echte Typen“ nimmt man der Marketing-Kampagne durchaus ab. Denn das kräftig-würzige Bier, das es nur in der kultigen Steinie-Flasche gibt, überzeugt mit starkem Charakter. Vor allem Eintracht-Fans dürften aufgrund des Logo-Designs und Namens Gefallen am Hopfengetränk finden. Holt euch das kräftig-würzige Binding ADLER nach Hause. Seit wann gibt es die Binding-Brauerei schon? Einfach kurze Mail mit Betreff „Frankfurter Original” und der richtigen Antwort an gewinner@reflect.de schicken. Unter allen Teilnehmern verlosen wir 5 x 1 Kiste des neuen Kultbiers.binding-adler.de
Deichkind-Interview: „Ein Spiel mit den Mächten des Wahnsinns!“
Sie sind verrückt nach Neonfarben, Trampolinen, Bierduschen und LED-Lampen, finden, dass Arbeit nervt, und wo auch immer sie hinkommen sorgen sie mit ihren (größen-)wahnsinnigen Bühnenshows für Krawall und Remmidemmi: Die Hamburger HipHop-Elektro-Formation Deichkind. Diese besteht nach einigen Neubesetzungen und dem plötzlichen Tod des Produzenten Sebastian „Sebi“ Hackert im Jahr 2009 heute aus Gründer Kryptik Joe aka Philipp Grütering (MC, Beats), Ferris Hilton aka Ferris MC (MC), Porky (Bass, MC) und DJ Phono und hat in den letzten zehn Jahren mit dem „TecRap“ mal eben eine neue Musikrichtung erfunden. Nun kommt am 10. Februar 2012 mit „Befehl von ganz unten“ das fünfte Studioalbum der Deichkinder auf den Markt und mit der dazugehörigen Deutschlandtour (Start: 1. März 2012) werden sie beweisen, dass sie noch lange nicht am Limit sind. re.flect hat mit Porky gesprochen und von ihm erfahren, wie die neue Bühnenshow aussehen wird, was Deichkind von illegalen Downloads hält und warum die alte Weltordnung aufgelöst werden sollte.Am 10. Februar 2012 erscheint euer neues Album „Befehl von ganz unten“. Ich hab’s schon rauf und runter gehört und hatte richtig Spaß …
Freut mich – ich find’s auch richtig gut! Das Letzte war so ein bisschen brechstangenmäßig. „Befehl von ganz unten“ ist viel relaxter. Wir haben nicht mehr das Gefühl, dass wir irgendwem was beweisen müssen, sondern machen einfach nur noch das, was uns gefällt.
Im März geht’s mit der „Befehl von ganz unten“-Tour los. Was erwartet die Konzertbesucher?
Outfittechnisch machen wir uns vorab kaum Gedanken. Wat man sich da nu für Perücken aufsetzt oder wie viel Farbe man sich sonst wohin klatscht, bleibt jedem Performer selbst überlassen. Es ist alles erlaubt, nur keine Zivilkleidung. Und was die Leute showtechnisch erwartet, ist wirklich heftig! Wir haben eineinhalb Jahre lang selbst an dem Ding gebaut! Dieser Miniatur-Showtrailer mit den Puppen, der im Netz zu sehen ist, zeigt wirklich 1:50 das Originalbühnenbild. Wir haben 28 zum Teil 4,50 Meter hohe Säulen, die mit Kameras ausgestattet und so programmiert sind, dass sie sich auf einem Strichcode-Muster selbstständig zur Musik bewegen können. Die Bühne macht eine Choreografie für uns!
Was gefällt euch an diesem Größenwahn?
Ich selber hab dann immer ein bisschen Angst und uns ist wichtig, dass die Leute auch so’n bisschen Angst kriegen. Ein unangenehmes Behagen – das muss da sein. Paranoia, die Mächte des Wahnsinns, die Faszination des Bösen – damit wollen wir spielen.
Auf welcher Droge machen die kommenden Deichkind-Konzerte wohl am meisten Spaß?
(Wie aus der Pistole): Freiheit!
2008 habt ihr lautstark betont, dass Arbeit nervt. 2012 kommen die Befehle von ganz unten – haben sich in euren Augen die Machtverhältnisse in den letzten vier Jahren verändert?
Es wird auf jeden Fall nicht so weiter gehen, wie bisher. Das sieht man ja auch in der ganzen Welt. Deichkind ist aber keine Band, die anderen ihre Meinung aufdrückt. Der Titel „Befehl von ganz unten“ ist ein starker Slogan, wo jeder automatisch was Eigenes reininterpretiert.
Was glaubt ihr, welche Rolle das Internet bei diesen Entwicklungen spielt? In „Illegale Fans“ beschreibt ihr das Internet als Widerstand der Massen, Rebellion und Waffe …
Das Internet ist definitiv eine Waffe. Vor allem kann es als Waffe missbraucht werden. Was ich persönlich denke, ist, dass sich das Internet langsam selbstständig macht. Das finde ich beunruhigend.
Andererseits kann das Internet aber auch eine Chance für den kleinen Mann sein, sich gegen die Obrigkeit zu behaupten, oder? In „Illegale Fans“ heißt es ja: „Wir zerbröseln jede eurer Strategien mit einem Mausklick!“ …
Auf jeden Fall! Und ich find’s auch an der Zeit! Die Menschen wurden lange genug ausgebeutet. Die Kirche hat’s im Mittelalter angefangen. Versteh mich nicht falsch: Nichts gegen Glauben, aber Gott braucht kein Buch und auch keine monatliche Spende und auch kein Haus, um den Menschen die Welt und das Leben zu offenbaren. Aber zum Internet möchte ich noch Folgendes sagen: Leude, wenn ihr keine Kohle habt, saugt euch die neue Deichkind-Platte runter! Wenn ihr ein richtig geiles Booklet haben wollt mit fetten Bildern und guter Soundqualität, dann kauft euch das Album. Das lohnt sich, denn in ihrer fast 20-jährigen Karriere sind Deichkind richtig gute Handwerker geworden.
Mit illegalen Downloads habt ihr also kein Problem?
Genau – man braucht sich nicht einkaufen, um Deichkind-Fan zu sein! Ich bin froh, wenn sich die Leute für unsere Musik interessieren und gut finden, was wir machen. Ich habe genug kreatives Potenzial in mir, um auch noch anders Geld zu verdienen. Der Musikindustrie geht es so gut wie nie, übrigens – es ist die Plattenindustrie, der es schlecht geht. Vinyl ist Erdöl mit ner Rille drin. Musik ist vibrierende Luft.
Verdient man mit den Plattenverkäufen überhaupt noch was?
Joa, wir verdienen da so’n ganz bisschen mit. Das meiste läuft über die Gema, wenn ein Song im Radio läuft und so …
Kommen die Gema-Gebühren bei den Künstlern überhaupt noch an?
Nee … Ach, das ist mir auch egal. Ich bin ein hart arbeitender Zigeuner, der mit seiner Sippe auf Tour geht und da seine Anerkennung und sein Geld verdient. Ich seh’ das alles gar nicht so schwarz. Das Internet ist da und die Kids von heute sind es gar nicht mehr gewohnt, dass Musik nicht immer frei zur Verfügung steht. Und warum sollte man solche Leute verknacken oder denen Geldstrafen aufbrummen – zumal die Künstler an den Mahngebühren nichts verdienen.
Es ist ja auch sehr bezeichnend, dass nicht die Künstler die reichsten Leute im Musikbusiness sind, sondern die Bosse der Plattenfirmen …
Ja. Und Metallica, die Napster verklagen, finde ich auch echt albern. Warum eigentlich? Ist in deren eigener Welt zu Hause so wenig los, dass man sich über so was aufregen muss? Ich hab so viel mit meiner Familie, meinem Privatleben und meiner Band zu tun, da mach ich mir doch um so was keinen Kopp! Was soll das? Für mich ist es eh das Gleiche, ob ich 30.000 Euro oder 3.000 Euro auf’m Konto hab. Wenn ich pleite bin – dann mach ich mir Gedanken.
Lebst du noch in Hamburg?
Nee, ich leb jetzt auf’m Land. Ich hab´ keinen Bock mehr auf die Ciddy. Die Leute sind mir zu crazy da. Als ob alle Leute nur noch rumstrampeln und gar nicht mehr wissen, was los ist. Ich habe mein eigenes Land gegründet. So, wie Thomas D. das auch hat, nur dass hier Fleisch gegessen wird und es keine Kommune ist, sondern meine eigene Area. Aber natürlich ist bei mir jeder jederzeit herzlich willkommen.
Du hast einen kleinen Sohn – was sagst du ihm, wenn du ihn abends ins Bett bringst?
Gute Nacht! Und dann pack ich ihn in ein großes imaginäres Geschenk ein, damit sich keine Mächte von außen an ihm vergreifen können. Damit er ruhig schlafen kann ohne Sorgen.
… und wenn er dich fragt, worauf es im Leben ankommt?
Auf den Bauch kommt es an! (Längere Pause, dann traurig:) Am liebsten würde ich ihm alles selbst beibringen, aber in die Schule muss er ja nun mal leider. Die Kinder werden kategorisiert und bewertet, damit sie funktionieren im System … Lesen, Schreiben, Rechnen. Das soll er lernen. Den Rest soll er vergessen! Ich hatte zum Beispiel immer 4er und 5er in der Schule, nur in Musik hatte ich immer ne 1. Aber Musik war an der Realschule, an der ich war, nichts wert und so wurde mir immer das Gefühl gegeben, dass aus mir nichts wird. Und das sitzt mir bis heute im Unterbewusstsein. Ich kann auf’m Hurricane Festival spielen und 70.000 Leute jubeln mir zu, aber wenn ich nach Hause fahre, spüre ich wieder das verängstigte Kind in mir, das denkt, dass es nichts kann.
Ehrlich? Ein so erfolgreicher Künstler wie du hat noch solche Selbstzweifel?
Ja. Das ist etwas, das mir eingebrannt wurde und nie weggehen wird. Und das ist das, was ich vorhin schon mal meinte: Es wird Zeit, dass die alten Strukturen endlich verschwinden.
Vorsätze für 2012?
Heil durch die Tour kommen. Ansonsten freue ich mich einfach auf alles, was noch kommt. Vorsätze hab ich nicht. Ich bin ein sehr glücklicher Mensch.
„Befehl von ganz unten“ erscheint am 10.02.12
deichkind.de
facebook.com/Deichkind
Interview: Mareile Kurtz
Städel Relaunch
Lange hat Frankfurt darauf gewartet, nun ist es im Februar endlich soweit: Das Städel Museum präsentiert seinen Erweiterungsausbau. Hinzugekommen ist eine unterirdische, lichtdurchflutete und ca. 2.500 qm große Ausstellungshalle für die Gegenwartskunst. Somit hat sich die Fläche praktisch verdoppelt und alle Sammlungsneuzugänge können nun dem Publikum präsentiert werden. Darüber hinaus wurden die Altbau-Bereiche „Alte Meister“ und „Kunst der Moderne“ umfassend saniert. Die komplette Erweiterung und Verschönerung hat einen monetären Nebeneffekt: Der Eintritt hat sich auf 12 Euro (10 Euro ermäßigt) erhöht. Dafür wird zukünftig aber auch mehr geboten.staedelmuseum.de
Nichts für Winterschläfer: Das Ausfahrtenprogramm 2012
Nicht vergessen: Die energiegeladenen Power-Ausfahrten von „Cruise’n’Ride“, „Energy on Snow“ und „Freeride Mountain“ laufen noch bis März/April und bieten mit gut organisierten Busfahrten, Tageslifttickets und Après-Partys praktische Rundum-Sorglos-Pakete schon ab 49 Euro an – und zwar nicht nur für Pistenflitzer, sondern im Falle von „Freeride Mountain“ auch für Zweiradjunkies. Ab(ge)fahren!energyonsnow.de • cruiseandride.de • bnb-freerideshop.de
Acht Jahre Hafen 2 Festival
Wenn der Hafen 2 seinen Geburtstag feiert, dann richtig. Und Grund zum Feiern hat der Verein dieses Jahr nicht nur wegen des achtjährigen Jubiläums. Die monatelange Spendenaktion für den Umzug und Neubau des Hafen 2 auf dem Nordring-121-Gelände war erfolgreich und das von der Stadt auferlegte Eigenkapital wurde somit aufgebracht. Doch bevor der Hafen 2 im Sommer umzieht (erst war März angedacht, doch es verzögert sich etwas), wird am alten Ort zum Geburtstag ein umfangreiches Programm aufgefahren. Unzählige Bands, darunter zum Beispiel Notic Nastic (Foto) und WrongKong, sowie DJs, Ausstellungen, Kino und Kulinarisches erwarten die Besucher am Samstag, den 18. Februar.hafen2.net
Ausstellung „Wahrhol: Headlines“
Museum für Moderne Kunst //11.2.-13.5.2012Andy Warhol feierte zu Lebzeiten mit den ganz Großen des Showgeschäfts ausgiebige Feste. So war er Dauergast im New Yorker Studio 54, wo er zusammen mit Liza Minelli, Mick Jagger oder Grace Jones in die Glitzerwelt eintauchte. Ein Mann eben, der sich mit Blitzlichtgewitter und dem Starsein auskannte. Jetzt werden erstmals alle Arbeiten Warhols vereint, in denen sich der Künstler mit den Themen Starkult und Massenmedien auseinandergesetzt hat. Ein gutes Beispiel dafür ist sein Werk „Daily News“ von 1962, das den Ausgangspunkt für das internationale Ausstellungsprojekt bildet. Zu sehen gibt es im MMK ab dem 11. Februar Gemälde, Zeichnungen, Drucke, Fotografien, Skulpturen und Videos, die seine Faszination und zugleich seinen kritischen Umgang mit den Medien in den 1960er Jahren beleuchten.
mmk-frankfurt.de
re.flect 01/12 out now!
Liebe Leserschaft,Ab heute (FR 10.02.) liegt unsere erste Ausgabe für 2012 überall in Frankfurt, München und Stuttgart aus!
Mit dabei: Interviews mit DEICHKIND und OLIVER KOLETZKI, “Me In My Bag” mit “Raop”-Star CRO, die “Gipsys & Gents”-Modestrecke, URBAN ART mit Il-JIN CHOI und BECKER SCHMITZ bzw. B.A.S.H. sowie natürlich jede Menge News, Partys, Konzerte, Fashion- und Media-Tipps.
Und wer kein Heft ergattern konnte, kann sich hier die Mags als handliche pdf-Dateien downloaden. Viel Spaß damit!
Ein schönes Wochenende
Eure re.flectletten





