Alle Posts in der Kategorie News München
AMD goes BMW: Graduate Fashion Show
Am 25. Februar lädt die Akademie Mode & Design (AMD) ...
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Call me Drella, Baby!
Das Baby am Maximiliansplatz ist tot – lang lebe „Call me Drella”! 089-Chef Andreas Haidinger hat sich neben dem Mamasita für den donnerstäglichen Afterwork und dem bald frisch umgebauten Filmcasino eines weiteren Clubs in der Innenstadt angenommen. Der Name ist eine Hommage an Lou Reeds Album, das er Andy Warhol gewidment hat, und eine Mischung aus Dracula und Cinderella. In den alten Räumlichkeiten des Aubergine von Eckart Witzigmann sollen Freunde von House auf ihre Kosten kommen. Eine Eröffnung ist nach dem Umbau im Februar oder März vorgesehen.
München Narrisch
Was in den Siebziger Jahren als kleiner Straßenfasching begann, ist heute zu einer festen Institution im Münchner Narrenleben geworden: Über zehn Faschingsgesellschaften übernehmen ab dem 19. Februar für drei Tage die Fußgängerzone und machen aus der Einkaufsmeile eine Open-Air-Partyzone. Am Faschingsdienstag erwartet alle Jecken an den Ständen der Markthändler am Viktualienmarkt der Höhepunkt des Münchner Karnevals: Der legendäre Tanz der Marktweiber und die anschließenden Partys in den Kneipen und Clubs der Altstadt. Außerdem finden in dieser Zeit auch noch klassische Bälle im Deutschen Theater und sogar richtige Faschingsumzüge statt. Helau, Alaaf und Servus!muenchen.de
Party im Bunker
Was für ein Nachwuchs für das Münchner Nachtleben: Herr Hotter. Direkt in der Innenstadt in der Hotterstraße 10 mit einer Außenwandstärke von 180 Zentimetern steht der von vielen unbemerkte, efeubewachsene Bunker – die besten Voraussetzungen für lange Partynächte. Präsentiert vom Dorian Grey Magazine, bietet die außergewöhnliche Location mittwochs Livekonzerte und DJs, donnerstags Loungebetrieb, freitags die „SchutzraumÜbung“ und samstags heißt es „BunkerAlarm“.herrhotter.de
Die Schäffler kommen
Erstmals wurde der Schäfflertanz im Jahr 1730 aufgeführt. Seitdem ist der siebenjährige Turnus in den kurfürstlichen Kabinettsrechnungen nachweisbar. Der ungewöhnliche Rhythmus hängt mit der Pest zusammen: Die Schäffler wollten die Menschen damals mit ihren Darbietungen zurück auf die Straße locken. Dieses Jahr ist es endlich wieder soweit und es wird noch bis zum 21. Februar täglich auf den Straßen Münchens getanzt. Beeilung – die nächste Gelegenheit gibt es erst wieder 2019!schaefflertanz.com
Live & Kostenlos
Nach leichten Anlaufschwierigkeiten startet die Kantine in der Kultfabrik im neuen Jahr mit ihrem Live-Programm durch. Jeden Mittwoch und Donnerstag wird von 19 bis 24 Uhr bei kostenloser Livemusik geschlemmt und getanzt. Im Februar gibt es Blues, Jazz, Latin, Western und Rock von Erik & The Peacemakers, Sterio Monument, Marc Dorendorf oder den Gipsy Beards (Foto). Und wer Big Doo-Dah, den schrägsten DJ der Stadt, noch nicht kennt, der sollte dienstags seinen Bleistift für die Quiz-Nacht spitzen. Bingo!kantine-muenchen.de
Deichkind-Interview: „Ein Spiel mit den Mächten des Wahnsinns!“
Sie sind verrückt nach Neonfarben, Trampolinen, Bierduschen und LED-Lampen, finden, dass Arbeit nervt, und wo auch immer sie hinkommen sorgen sie mit ihren (größen-)wahnsinnigen Bühnenshows für Krawall und Remmidemmi: Die Hamburger HipHop-Elektro-Formation Deichkind. Diese besteht nach einigen Neubesetzungen und dem plötzlichen Tod des Produzenten Sebastian „Sebi“ Hackert im Jahr 2009 heute aus Gründer Kryptik Joe aka Philipp Grütering (MC, Beats), Ferris Hilton aka Ferris MC (MC), Porky (Bass, MC) und DJ Phono und hat in den letzten zehn Jahren mit dem „TecRap“ mal eben eine neue Musikrichtung erfunden. Nun kommt am 10. Februar 2012 mit „Befehl von ganz unten“ das fünfte Studioalbum der Deichkinder auf den Markt und mit der dazugehörigen Deutschlandtour (Start: 1. März 2012) werden sie beweisen, dass sie noch lange nicht am Limit sind. re.flect hat mit Porky gesprochen und von ihm erfahren, wie die neue Bühnenshow aussehen wird, was Deichkind von illegalen Downloads hält und warum die alte Weltordnung aufgelöst werden sollte.Am 10. Februar 2012 erscheint euer neues Album „Befehl von ganz unten“. Ich hab’s schon rauf und runter gehört und hatte richtig Spaß …
Freut mich – ich find’s auch richtig gut! Das Letzte war so ein bisschen brechstangenmäßig. „Befehl von ganz unten“ ist viel relaxter. Wir haben nicht mehr das Gefühl, dass wir irgendwem was beweisen müssen, sondern machen einfach nur noch das, was uns gefällt.
Im März geht’s mit der „Befehl von ganz unten“-Tour los. Was erwartet die Konzertbesucher?
Outfittechnisch machen wir uns vorab kaum Gedanken. Wat man sich da nu für Perücken aufsetzt oder wie viel Farbe man sich sonst wohin klatscht, bleibt jedem Performer selbst überlassen. Es ist alles erlaubt, nur keine Zivilkleidung. Und was die Leute showtechnisch erwartet, ist wirklich heftig! Wir haben eineinhalb Jahre lang selbst an dem Ding gebaut! Dieser Miniatur-Showtrailer mit den Puppen, der im Netz zu sehen ist, zeigt wirklich 1:50 das Originalbühnenbild. Wir haben 28 zum Teil 4,50 Meter hohe Säulen, die mit Kameras ausgestattet und so programmiert sind, dass sie sich auf einem Strichcode-Muster selbstständig zur Musik bewegen können. Die Bühne macht eine Choreografie für uns!
Was gefällt euch an diesem Größenwahn?
Ich selber hab dann immer ein bisschen Angst und uns ist wichtig, dass die Leute auch so’n bisschen Angst kriegen. Ein unangenehmes Behagen – das muss da sein. Paranoia, die Mächte des Wahnsinns, die Faszination des Bösen – damit wollen wir spielen.
Auf welcher Droge machen die kommenden Deichkind-Konzerte wohl am meisten Spaß?
(Wie aus der Pistole): Freiheit!
2008 habt ihr lautstark betont, dass Arbeit nervt. 2012 kommen die Befehle von ganz unten – haben sich in euren Augen die Machtverhältnisse in den letzten vier Jahren verändert?
Es wird auf jeden Fall nicht so weiter gehen, wie bisher. Das sieht man ja auch in der ganzen Welt. Deichkind ist aber keine Band, die anderen ihre Meinung aufdrückt. Der Titel „Befehl von ganz unten“ ist ein starker Slogan, wo jeder automatisch was Eigenes reininterpretiert.
Was glaubt ihr, welche Rolle das Internet bei diesen Entwicklungen spielt? In „Illegale Fans“ beschreibt ihr das Internet als Widerstand der Massen, Rebellion und Waffe …
Das Internet ist definitiv eine Waffe. Vor allem kann es als Waffe missbraucht werden. Was ich persönlich denke, ist, dass sich das Internet langsam selbstständig macht. Das finde ich beunruhigend.
Andererseits kann das Internet aber auch eine Chance für den kleinen Mann sein, sich gegen die Obrigkeit zu behaupten, oder? In „Illegale Fans“ heißt es ja: „Wir zerbröseln jede eurer Strategien mit einem Mausklick!“ …
Auf jeden Fall! Und ich find’s auch an der Zeit! Die Menschen wurden lange genug ausgebeutet. Die Kirche hat’s im Mittelalter angefangen. Versteh mich nicht falsch: Nichts gegen Glauben, aber Gott braucht kein Buch und auch keine monatliche Spende und auch kein Haus, um den Menschen die Welt und das Leben zu offenbaren. Aber zum Internet möchte ich noch Folgendes sagen: Leude, wenn ihr keine Kohle habt, saugt euch die neue Deichkind-Platte runter! Wenn ihr ein richtig geiles Booklet haben wollt mit fetten Bildern und guter Soundqualität, dann kauft euch das Album. Das lohnt sich, denn in ihrer fast 20-jährigen Karriere sind Deichkind richtig gute Handwerker geworden.
Mit illegalen Downloads habt ihr also kein Problem?
Genau – man braucht sich nicht einkaufen, um Deichkind-Fan zu sein! Ich bin froh, wenn sich die Leute für unsere Musik interessieren und gut finden, was wir machen. Ich habe genug kreatives Potenzial in mir, um auch noch anders Geld zu verdienen. Der Musikindustrie geht es so gut wie nie, übrigens – es ist die Plattenindustrie, der es schlecht geht. Vinyl ist Erdöl mit ner Rille drin. Musik ist vibrierende Luft.
Verdient man mit den Plattenverkäufen überhaupt noch was?
Joa, wir verdienen da so’n ganz bisschen mit. Das meiste läuft über die Gema, wenn ein Song im Radio läuft und so …
Kommen die Gema-Gebühren bei den Künstlern überhaupt noch an?
Nee … Ach, das ist mir auch egal. Ich bin ein hart arbeitender Zigeuner, der mit seiner Sippe auf Tour geht und da seine Anerkennung und sein Geld verdient. Ich seh’ das alles gar nicht so schwarz. Das Internet ist da und die Kids von heute sind es gar nicht mehr gewohnt, dass Musik nicht immer frei zur Verfügung steht. Und warum sollte man solche Leute verknacken oder denen Geldstrafen aufbrummen – zumal die Künstler an den Mahngebühren nichts verdienen.
Es ist ja auch sehr bezeichnend, dass nicht die Künstler die reichsten Leute im Musikbusiness sind, sondern die Bosse der Plattenfirmen …
Ja. Und Metallica, die Napster verklagen, finde ich auch echt albern. Warum eigentlich? Ist in deren eigener Welt zu Hause so wenig los, dass man sich über so was aufregen muss? Ich hab so viel mit meiner Familie, meinem Privatleben und meiner Band zu tun, da mach ich mir doch um so was keinen Kopp! Was soll das? Für mich ist es eh das Gleiche, ob ich 30.000 Euro oder 3.000 Euro auf’m Konto hab. Wenn ich pleite bin – dann mach ich mir Gedanken.
Lebst du noch in Hamburg?
Nee, ich leb jetzt auf’m Land. Ich hab´ keinen Bock mehr auf die Ciddy. Die Leute sind mir zu crazy da. Als ob alle Leute nur noch rumstrampeln und gar nicht mehr wissen, was los ist. Ich habe mein eigenes Land gegründet. So, wie Thomas D. das auch hat, nur dass hier Fleisch gegessen wird und es keine Kommune ist, sondern meine eigene Area. Aber natürlich ist bei mir jeder jederzeit herzlich willkommen.
Du hast einen kleinen Sohn – was sagst du ihm, wenn du ihn abends ins Bett bringst?
Gute Nacht! Und dann pack ich ihn in ein großes imaginäres Geschenk ein, damit sich keine Mächte von außen an ihm vergreifen können. Damit er ruhig schlafen kann ohne Sorgen.
… und wenn er dich fragt, worauf es im Leben ankommt?
Auf den Bauch kommt es an! (Längere Pause, dann traurig:) Am liebsten würde ich ihm alles selbst beibringen, aber in die Schule muss er ja nun mal leider. Die Kinder werden kategorisiert und bewertet, damit sie funktionieren im System … Lesen, Schreiben, Rechnen. Das soll er lernen. Den Rest soll er vergessen! Ich hatte zum Beispiel immer 4er und 5er in der Schule, nur in Musik hatte ich immer ne 1. Aber Musik war an der Realschule, an der ich war, nichts wert und so wurde mir immer das Gefühl gegeben, dass aus mir nichts wird. Und das sitzt mir bis heute im Unterbewusstsein. Ich kann auf’m Hurricane Festival spielen und 70.000 Leute jubeln mir zu, aber wenn ich nach Hause fahre, spüre ich wieder das verängstigte Kind in mir, das denkt, dass es nichts kann.
Ehrlich? Ein so erfolgreicher Künstler wie du hat noch solche Selbstzweifel?
Ja. Das ist etwas, das mir eingebrannt wurde und nie weggehen wird. Und das ist das, was ich vorhin schon mal meinte: Es wird Zeit, dass die alten Strukturen endlich verschwinden.
Vorsätze für 2012?
Heil durch die Tour kommen. Ansonsten freue ich mich einfach auf alles, was noch kommt. Vorsätze hab ich nicht. Ich bin ein sehr glücklicher Mensch.
„Befehl von ganz unten“ erscheint am 10.02.12
deichkind.de
facebook.com/Deichkind
Interview: Mareile Kurtz
Klassik im Club
Die Eventreihe „Klassik im Club“ bringt klassische und experimentelle Musik dorthin, wo man sonst zu elektronischen Klängen tanzt: ins Bob Beaman. Während für manche die Umgebung ungewohnt ist, ist es für andere die Musik. DJs legen Klassik-Platten aus der gesamten Musikgeschichte auf – elegant verbunden durch raffinierte Übergänge. Als Höhepunkt des Abends spielen dazu „richtige” Musiker, zum Beispiel am 16. Februar Linus Roth (Stradivari-Violine) und José Gallardo (Klavier), die sonst weltweit in großen Konzerthäusern auftreten. Umrahmt wird der Live-Act von DJ Dan-Thanh.klassik-im-club.com
Nichts für Winterschläfer: Das Ausfahrtenprogramm 2012
Nicht vergessen: Die energiegeladenen Power-Ausfahrten von „Cruise’n’Ride“, „Energy on Snow“ und „Freeride Mountain“ laufen noch bis März/April und bieten mit gut organisierten Busfahrten, Tageslifttickets und Après-Partys praktische Rundum-Sorglos-Pakete schon ab 49 Euro an – und zwar nicht nur für Pistenflitzer, sondern im Falle von „Freeride Mountain“ auch für Zweiradjunkies. Ab(ge)fahren!energyonsnow.de • cruiseandride.de • bnb-freerideshop.de
Der Platzhirsch röhrt wieder
Von seinem Stammplatz am Viktualienmarkt verjagt, hat der Platzhirsch eine neue Lichtung zum Röhren gefunden: Am Oberanger 26 im Zentrum wurde wieder die Retro-Tapete ausgerollt und von Christoph Schlundt das einmalige Oma-Café-Flair geschaffen. Doch wie sagte ein anderer sprechender Hirsch immer: Vorsicht wild! Die Cocktails und wechselnden DJs sind absolut auf der Höhe der Zeit.platzhirschen.de
Backstage: Veranstaltungszentrum statt Abrissbirne
Happy End für das Backstage und alle Konzertkartenbesitzer: Nachdem es 2011 noch nach einer Zwangsräumung aussah, trugen die Demonstrationen (Foto) Früchte und es wird jetzt kräftig investiert. In zwei Jahren soll das gesamte Areal für zehn Millionen Euro in ein neues, mehrstöckiges Kultur- und Veranstaltungszentrum umgebaut werden. Die Konzerthallen werden dazu auf zwei Ebenen im Untergrund versenkt und zusätzlich sollen neue Parkmöglichkeiten geschaffen werden.backstage.eu





