Kunst News

KUNST AUF DEM PARKHAUSDECK
FUMES AND PERFUMES 6.0

Fumes and Perfumes reflect Stuttgart Züblin Parkhaus

Bereits zum sechsten Mal werden die sonst grauen Wände des Züblin Parkhauses in der Innenstadt mit großformatigen Fotodrucken bespielt. Die Kunstwerke schmücken das kahle Gebäude für ein ganzes Jahr und verwandeln es in einen inspirierenden Ausstellungsort, den man jeder Zeit und ganz ohne Geld aufsuchen kann.

Neben den Initiatoren Frank Bayh & Steff Rosenberger-OchsPeter FranckMonica Menez und Yves Noir stellen dieses Jahr Clemens Ascher, Formento + Formento, Brice Krummenacker, Osborne Macharian und Hannah Woolf ihre Werke aus, die, trotz ihrer ganz unterschiedlichen Stile ein stimmiges Gesamtbild entstehen lassen.

VERNISSAGE FUMES AND PERFUMES 6.0

Zur Vernissage am 19. Juli führt Kunstvermittlerin Sara Dahme in die Ausstellung ein, die Band „Essighaus“ gibt eine Live-Musik-Performance zum Besten und Julia Wenz, Christian Eickhoff und Peter Franck präsentieren eine Installation. Nebenher gibt es leckere Drinks, made by Ebene 0, und gegen später kann zu Musik von DJ Yvonne & DJ SIR auf dem oberen Deck getanzt werden.

INFO FUMES AND PERFUMES 6.0

Parkhaus (auch ohne Parkschein): täglich 6 – 22 Uhr
Projektraum Ebene 0: Fr/Sa ab 18 Uhr

Ebene 0
Parkhaus Züblin
Lazarettstraße 5
70190 Stuttgart

KURATORIUM FUMES AND PERFUMES 6.0 (laut Pressemitteilung)

Frank Bayh & Steff Ochshatten seit 1990 gemeinsame Projekte und bilden seit 2004 ein ständiges Fotografenduo.Heute arbeiten die beiden für Kunden aus Werbung, Mode und Industrie und sind vor allem für ihre freien künstlerischen Arbeiten bekannt. Der Fotokunst von Frank & Steff wohnt meist ein sozialkritischer oder auch politischer Hintergrund inne, dabei bedient sich das Duo einer Bildsprache, die vielmehr im Bereich ihrer kommerziellen Tätigkeit zu verorten ist. Inszeniert mit Zitaten aus der Hochglanz und Modefotografie, erfahren die Themen der Fotografen stilistische Brüche und Wendungen, die die Motive surreal, befremdlich und teils scheinbar überästhetisiert erscheinen lassen. Digitale Bildmanipulationen sind dabei ein gekonnt eingesetztes Werkzeug.

Peter Francks Bilder sind anspielungsreiche Collagen, die im Kopf der Betrachter Assoziationen und Geschichten in Gang setzen. In dieser freien Setzung der Medien bewegen sich die Bilder an der Grenze von Fotografie und Malerei.

Monica Menez: Das Werk der Modefotografin und Filmemacherin aus Stuttgart zeichnet sich durch eine lebendige Bildsprache aus, die Momente der Absurdität, des Humors und der Erotik nur umso mehr unterstreichen. So ist ihr unverwechselbarer Stil sofort erkennbar und präsentiert Mode auf eine frische, einzigartige Weise.

Yves Noir fokussiert in seinen Arbeiten die natürliche Ästhetik des menschlichen Körpers. So gleitet der Blick des Betrachters an zu Bildkürzeln komprimierten Körperlandschaften entlang, um dann aus dieser Konfrontation sozial oder individuell besetzte Deutungspunkte freizugeben. Die Bilder entstehen in Zusammenarbeit mit Künstler*innen und aufgeschlossenen „everyday people“.

GASTKÜNSTLER FUMES AND PERFUMES 6.0 (laut Pressemitteilung)

Clemens Ascher setzt sich in seinen Werken kritisch mit verschiedenen Methoden gesellschaftlicher Kontrolle auseinander. Ängste, Hoffnungen oder Wünsche von Kapitalismus, Werbung, Patriotismus, Nationalismus und Religion erzeugt haben sich in das menschliche Bewusstsein festgeschrieben, um Einfluss zu nehmen. Die starken Symbole dieser Kontrollstrukturen sind der Ausgangspunkt von Aschers Werken. In seiner Fotografie erstellt er ähnliche Symbole neu, die diese manipulativen Methoden repräsentieren und satirisch darstellen. Er konstruiert eine Parallelwelt durch fotorealistische Collage, in der diese Themen in erhöhter Form und vielschichtig auftreten. Menschen wirken wie austauschbare Marionetten, die auf einer Theaterbühne spielen. Formell wirken die großformatigen Arbeiten fast malerisch, grafisch reduziert und mit ihren harmonischen Farben wie verführerische Bonbons im Schaufenster.

Formento + Formento sind bekannt für ihre romantischen und stilvollen Fotografien. Mit inszenierten Szenen und entsättigten Farben zeigt die unheimliche Sinnlichkeit ihres Stils eine Faszination für Fiktion und Realität sowie für Stimmung und Textur. Ob sie in Amerika, Europa, Kuba, Mexiko, Indien oder Japan fotografieren, sie verbinden glühende Leidenschaft für Fotografie und Film mit einer dauerhaften Liebe zueinander. Unter dem Namen Formento + Formento inszeniert Richeille Formento Stile und Kunst, BJ Formento Licht und Fotografie. Die Bilder sind ein gemeinsames Porträt. Zusammen hat das Duo die faszinierende Fähigkeit, den Geist einer Zeit und eines Ortes aufzunehmen und filmische Fotografien zu schaffen, mit einer Vision, die sich auf die Vergangenheit bezieht, aber gleichzeitig zeitgemäß und höchst originell bleibt.

Der Pariser Fotograf Brice Krummenacker arbeitet regelmäßig an Fashion Shootings im Studio, hatte allerdings auch schon
früh sein Interesse an konzeptueller und zeitgemäßer Fotografie entwickelt. Krummenacker mag die gesamte Fotografie und möchte in kein spezifisches Feld gesteckt werden, er gestaltet Porträts, Mode, Straßenfotografie, Stillleben… seine Neugier fließt durch seine Bilder, er liebt es Stile und Techniken zu mischen und arbeitet digital sowie analog. In seiner Arbeit „The ordinary life of Robert the alien“ beschreibt er bildhaft das zur Erde kommen eines Außerirdischen, der über die digitale Welt die Erde erobern möchte.

Osborne Macharia ist ein autodidaktischer, kommerzieller Fotograf und bildender Künstler, geboren und aufgewachsen in Nairobi, Kenia, mit einem Bachelor in Architektur. Sein Stil fällt in das Genre des Afro Futurismus, das von zwei Schlüsselelementen bestimmt wird: Kulturelle Identität und Fiktion. Durch Storytelling und das Einbeziehen gesellschaftspolitischer Diskurse wird eine leistungsstarke Plattform geschaffen, um wichtige Botschaften zu Themen wie Gleichstellung, Inklusion, Repräsentation, sexuelle Gewalt, Elfenbeinwilderei, Genitalverstümmelung, Albinismus, Zwergwuchs, Naturschutz und Altenpflege zu vermitteln.

Die bildende Künstlerin Hannah Woolf lebt und arbeitet in Barcelona, wo sie persönliche Projekte mit kommerziellen Aufträgen kombiniert. Nachdem sie Grafikdesign in San Sebastián und Bildende Kunst an der UB in Barcelona studiert hatte, machte sie ihren Master in Design und Fotografie an der ELISAVA University. Ihre künstlerischen Interessen und Tätigkeiten sind vielfältig: Grafikdesign, Videokunst, Malerei und Zeichnen. In letzter Zeit konzentrierte sich ihre Arbeit auf die Fotografie. Die Doppeldeutigkeit in einem Bild, das Unsichtbare oder Verborgene hinter einer Fassade, sind Schwerpunkte in ihrer Arbeit. Woolf nutzt oft die Grenzen der Fotografie der einzigartige Blickwinkel zu ihren Gunsten und spielt damit. Die Frage ist: Was ist es wirklich, worauf wir schauen?

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