Lange Abende, warmer Asphalt und tanzbare Dancefloor-Filler – da können missm3rcury nicht weit sein. Das DJ-Duo aus Keriman und collectivemmind bewegt sich irgendwo zwischen schweren Basslines, HipHop, Afro-Influences und unerwarteten Turns. Genau diese Energie bringen die beiden jetzt in unsere Sommer-Playlist.
Kennengelernt haben sie sich nicht hinter den Decks, sondern auf der Tanzfläche. Gemeinsam zogen sie durch die Stuttgarter Nacht, immer auf der Suche nach Sounds, die etwas auslösen. Schließlich fanden sie selbst hinters DJ-Pult. Dass ihre musikalischen Hintergründe dabei ziemlich unterschiedlich sind, zeigt sich in ihrem Sound: In ihren Sets treffen R&B-Momente auf treibende Club-Tracks, globale Einflüsse auf rohe Bassenergie. Oder wie sie selbst sagen: Manchmal fühlt sich das Auflegen an wie eine eigene Sprache.
Stillstand gibt’s bei missm3rcury kaum. Tracks werden gegenseitig gechallenged, Genres spontan aufgebrochen, neue Songs teilweise erst mitten im Set entdeckt. Entscheidend ist für sie, was gerade auf der Tanzfläche passiert. Ihnen geht es weniger um Selbstdarstellung als um Connection: Musik als Raum, in dem man loslassen, sich wohlfühlen und gemeinsam abgehen kann.
Die Playlist folgt genau diesem Prinzip: ein Flow aus warmen Passagen, Druck und Momenten, die kurz alles auf links drehen. Klingt nach Nächten, die irgendwo zwischen Sonnenuntergang und dem letzten Drink hängen bleiben, mit dem kurzen Gefühl, dass der Sommer vielleicht doch nie aufhört.
Foto © Saeed Kakavand
