BukChon: Korean Barbecue – auch solo am Grill

Seit Ende Januar hat Stuttgart eine neue Adresse für koreanische Küche: BukChon. Das Restaurant ist in die Räume an der Katharinenstraße gezogen, die viele noch vom japanischen Vorgänger Keyaki kennen. Drinnen bleibt es weiterhin minimalistisch-gemütlich, denn das Interieur mit den Barfuß-Tischen wurde weitgehend übernommen. Hinter Bukchon steht Jung ho Kim, der nicht nur Gastgeber ist, sondern auch selbst in der Küche steht – und zwar ziemlich kompromisslos: „Ich arbeite alleine in der Küche“, sagt er.
Der Name des Restaurants kommt nicht von ungefähr: Bukchon ist in Korea ein bekanntes Viertel, berühmt für seine alte koreanische Architektur. Ein Ort, an den viele Reisende „unbedingt hingehen sollten“, laut Kim.

Das Besondere: Korean Barbecue auch für eine Person


Die größte Besonderheit auf der Karte ist das Korean Barbecue. Normalerweise startet Korean BBQ „ab zwei Personen“, sagt Kim. Bei BukChon geht es bewusst auch solo. Serviert wird mit einer kleinen Grillplatte, auf der man am Tisch selbst braten kann. Beim Fleisch reicht die Auswahl von Rinderbrust und Steak bis Schweinebauch, Schweinenacken und sogar Lammkeule. Aufgepasst: Das BBQ gibt es nur abends!
Wer nicht direkt am Grill starten will, hat davor ein paar klassische Einstiege zur Wahl: Dumplings (gedämpft oder gebraten), Korean Fried Chicken, Gimbap als Reisrolle oder Japchae, also Glasnudeln mit Gemüse. Und alle, die es lieber ein bisschen schärfer mögen, finden auch Tteokbokki auf der Karte, Reiskuchen in scharfer Sauce – auf Wunsch sogar mit Käse. Als kleiner, roher Luxus steht außerdem koreanisches Rindertatar zur Wahl.
Auch abseits vom BBQ bleibt Bukchon ziemlich nah an Korea: Bulgogi gibt’s natürlich als Hauptgericht, dazu kommen würzig gebratenes Schweinefleisch, Bibimbap (wahlweise mit Rind oder nur Gemüse), Jajangmyeon (Nudeln in schwarzer Bohnensauce) und eine scharfe Meeresfrüchte-Nudelsuppe (Jjambbong). Viele Gerichte werden dabei klassisch mit Reis und Beilagen serviert.

Das BukChon fokssiert sich auf das Essen und bleibt minimalistisch.
Vegetarische Optionen? Eher selten. „Ganz wenig“, sagt Kim. Das BukChon ist klar fleischlastig, was beim BBQ-Konzept wenig überrascht. Beim Fleisch setzt Bukchon laut Kim auf Zulieferung aus einer lokalen Metzgerei. „Beste Qualität“, sagt er und betont gleichzeitig, dass es ihm insgesamt um einen Geschmack geht, der nah am Original bleibt: Er schätzt, dass es „zu 90 Prozent“ so schmeckt wie in Korea.
Und was trinkt man dazu? Auf die Frage, was zum Barbecue passt, kommt erst mal ein sehr ehrliches „Wein“, und zwar aus der Region. Wer lieber alkoholfrei bleibt, kann sich durch hausgemachte Sodas hangeln – etwa Ingwer-, Yuzu- oder Holunder-Soda (und neu: Aloe-Soda) – oder einen kalten grünen Tee bestellen. Koreanisches Bier gibt es auch.

Blick nach vorn fürs BukChon


Große Zukunftsvisionen formuliert Kim nicht. Für den Sommer ist aber schon ein konkreter Schritt geplant: Er hat zwei Parkplätze gemietet, um dort eine Terrasse aufzubauen, sobald es wärmer wird. Auch ein Mittagstisch mit zwei bis drei Gerichten ist geplant.
Kurz gesagt: Das BukChon setzt den Fokus auf eine authentische koreanische Küche ohne viel Chi-Chi drumherum. Hands-on geführt vom Besitzer und mit einem USP, der sich sehen lassen kann: Solo-BBQ am Tisch!
10.02.2026 — Mara Remmlinger
Ad
Anzeige

Richtig gute Empfehlungen