
Aszure Barton, zuständig für „LUCK”, ist überzeugt: „Glück ist weder fair noch moralisch. Vor allem fällt es, wo es will.” Ihre Choreografie folgt genau diesem Prinzip. Das Studio wird zum Experimentierfeld und das Unerwartete wird zum Material. So entsteht ein Stück, das aus kollektiver Energie erwächst und bewusst Raum für das Unkontrollierbare lässt.

Hofesh Shechter dagegen beschwört mit „UNLUCK” planmäßig das eigene Unglück herauf. Zu diesem Zweck wirft er schon in den Proben all die kleinen abergläubischen Rituale mutwillig über Bord, die ihm sonst Sicherheit geben. Gefühlt ohne Netz und Fangseil wird der choreografische Prozess so selbst zum Stück. Dabei komponiert er als gelernter Drummer die elektronische, düstere und treibende Musik für das Stück selbst.
Was beide Stücke verbindet: Jede neue Kreation ist ein Spiel mit offenem Ausgang. Ob beide ihre Wetten gewinnen? Das Ergebnis ist ab dem 26. Juni 2026 im Theaterhaus Stuttgart mit insgesamt acht Vorstellungen bis zum 5. Juli 2026 zu sehen.
Bilder: Andrea Guermann, Jeanette Bak
