Hinter Lumi steht Gründerin Dung Nguyen, die ursprünglich aus den Bereichen Kunst und Lehramt kommt und schon immer das Bedürfnis hatte, Dinge mit den eigenen Händen zu gestalten. Über die letzten Jahre ist daraus mehr als ein Hobby geworden: die Idee eines Ortes, an dem Menschen zusammenkommen, um auszuprobieren, sich inspirieren zu lassen und für einen Moment aus dem Alltag auszusteigen. Ein Atelier, das sich leicht und offen anfühlt, reduziert im Design, warm in der Atmosphäre und bewusst als Rückzugsort gedacht.
Ab April dreht es im Lumi nicht um Perfektion, sondern um den Prozess. Es geht darum, sich Zeit zu nehmen, etwas Eigenes zu schaffen – alleine oder gemeinsam mit anderen. Zum Start ist das Lumi als Keramikstudio mit handgemachten Stücken von regionalen Künstler:innen gedacht. Perspektivisch soll das Konzept jedoch erweitert werden, um auch weiteren Kunstformen und Kreativen Raum zu bieten. Auch Events und Workshops sind geplant, größtenteils am Wochenende. Neben Keramik sind Formate wie Acrylmalerei oder sogar Sommerrollen-Workshops geplant.

Wir haben uns mit dem Ehepaar und Geschäftsführer:innen Leo Lichtenstein und Dung Nguyen getroffen und Dung Nguyen ein paar Fragen gestellt:
Dein Konzept in 3 Worten?
Kreativ, entschleunigend, gemeinschaftlich
Worauf freust du dich am meisten?
Ich bin immer sehr gespannt, was die Leute gestalten. Ich habe bisher so viele unterschiedliche Dinge gesehen und genau darauf freue ich mich am meisten – mich selbst von diesen Ideen inspirieren zu lassen. Und natürlich darauf, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, weil sie eine gute Zeit hatten und mit einem schönen Gefühl wieder gehen.
Wovon lässt du dich inspirieren?
Tatsächlich am meisten von Familie und Freunden. Ich tanke viel Energie im Austausch mit anderen, auch wenn ich viele meiner Hobbys alleine mache. Mir hilft es sehr, unterwegs zu sein, zu reisen und Zeit in der Natur zu verbringen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht spazieren gehe und mir die Natur ganz bewusst anschaue.
Außerdem inspirieren mich skandinavische und japanische Design- und Lebenskonzepte. Ich schaue mir total gerne Dokus über Japan an, auch wenn ich nicht oft dort sein kann. Ich mag die Ruhe, die diese Länder ausstrahlen.
Ich liebe Räume, die minimalistisch und ruhig sind, aber trotzdem warm wirken. Nicht überladen, sondern klar. Und ich mag kleine Ateliers sehr.
Was verbindet dich mit Stuttgart?
Ich bin in Stuttgart geboren, in Bad Cannstatt, und lebe auch heute noch hier. Es ist einfach mein Zuhause. Früher wollte ich nach dem Abi unbedingt weg, eher Richtung Hamburg, Köln oder auch Amsterdam. Aber je älter ich werde, desto mehr zieht es mich wieder hierher zurück – vor allem wegen meiner Freunde und meiner Familie.
Ich finde auch, dass sich die Stadt in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat. Es gibt eine richtig schöne Kaffee- und Barszene und viele kreative Orte. Ich war selbst oft in solchen Studios und fand es nur manchmal schade, wie schwer es war, einen Platz zu bekommen. Irgendwann kam dann der Gedanke: Dann schaffe ich mir meinen eigenen Ort.
Wie kam es zum Namen Lumi?
„Lumi“ ist finnisch und bedeutet Licht, Wärme und Atmosphäre. Das hat sich einfach sehr passend angefühlt. Ich habe letztes Jahr geheiratet, mein Mann trägt einen eher ungewöhnlichen Nachnamen und meine Tochter hat einen finnischen Vornamen. Dadurch hat sich das für mich sehr stimmig verbunden.
