Zwischen Krankenbett und Mondlandung: „Tanzende Idioten“ von Thorsten Lensing

Was macht man mit einer Diagnose, die keine Zukunft mehr vorsieht? Goldie renoviert. Im Theaterstück „Tanzende Idioten“ des Regisseurs Thorsten Lensing möchte sie ihrem Haus eine gläserne Decke verpassen, um den Himmel sehen zu können. Passend dazu hat sie ihren Kater Apollo getauft – wie die Mondmission. Mitten in die Bauarbeiten platzt ihr Vater Tony, der sich frisch verliebt hat und mit dem Wohnmobil ans Meer unterwegs ist. Während er sich mit Blick auf den anstehenden Urlaub voll auf seine Kajak-Technik konzentriert, verliert sich seine neue Partnerin Vivian in ihren frühesten Erinnerungen.

Zwei Schauspieler:innen liegen eng umschlungen am Boden der Bühne, eine Frau mit Wollmütze hält einen Mann mit nacktem Oberkörper im Arm.

Lensing verbindet in seinem Stück Figuren und Motive des amerikanischen Autors Denis Johnson (bekannt vor allem für seine Erzählung „Jesus‘ Son“) mit originalen Funksprüchen der NASA-Apollo-Missionen. Das Stück wird von einem Ensemble um Sebastian Blomberg, Ursina Lardi, André Jung und Karin Neuhäuser gespielt. Der Titel „Tanzende Idioten“ ist ein Zitat: So nannte Johnson seine Figuren selbst. Nach der Premiere bei den Berliner Festspielen feiert das Stück am 2. Oktober seine Stuttgarter Premiere, bis April 2027 folgen weitere Termine.

Bilder: © Armin Smailovic
25.09.2026 — Mara Remmlinger
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