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Kultur

featured Kultur News

NachtmanagerIn gesucht:
Stuttgart darf wählen

Das Thema Nachtbürgermeister kommt ins Rollen: Die Stadt Stuttgart und das Pop-Büro haben gleich zwei spannende Stellen ausgeschrieben. Die beiden NachtmanagerInnen sollen als Teil der „Koordinierungsstelle Nachtleben“ zwischen GastronomInnen, VeranstalterInnen, KünstlerInnen und Verwaltung vermitteln. Stuttgart folgt dabei einem internationalen Konzept: Wer diese Position vertritt, fungiert als zukünftiges Bindeglied zwischen den Akteuren des Nachtlebens und der Stadtverwaltung und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung der Stadt in Sachen Nachtkultur, Nachtökonomie und Nachtsicherheit bei.

Eine Stelle wird intern von der Stadt Stuttgart vergeben und ist bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt. Das Pop-Büro Stuttgart besetzt die zweite Stelle über ein mehrstufiges Auswahlverfahren mit Einbindung der Öffentlichkeit in Form eines Online-Votings. Das Abstimmungsergebnis ist dabei allerdings nur mitentscheidend, da die finale Auswahl einer fachkundigen Jury obliegt. Diese besteht aus VertreterInnen des Club Kollektivs, des Gemeinderats, der Stadtverwaltung, der DEHOGA, der Allianz für ein sicheres und lebendiges Stuttgart, des Pop- Büros Region Stuttgart und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart.

Noch bis zum 25. Januar um Mitternacht kann unter popbuero.de/nachtmanagerin/ abgestimmt werden, wer es in die nächste Phase schaffen soll. Mit dabei sind KandidatInnen aus den verschiedensten Bereichen des Nachtlebens, der Wirtschaft und Kultur, die sich online auf der Seite des Pop-Büros vorstellen. Pro Person darf nur einmal abgestimmt werden.

Am 13. Februar können sich die fünf beliebtesten KandidatInnen aus dem öffentlichen Voting sowie fünf FavoritInnen der Jury im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorstellen und in der nächsten Runde antreten. Dort werden drei finale BewerberInnen für ein Vorstellungsgespräch bei der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH ausgewählt, sodass die Stelle bis Anfang März besetzt sein soll.

Achtung: Das Online-Voting wird im Moment überarbeitet und wird in Kürze wieder verfügbar sein!

featured Kultur

Eine Stimme für die Nachtleben- und Eventszene auf Landesebene: Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg

Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg

Die Einschränkungen und Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie haben in den letzten Monaten allen zu schaffen gemacht. Insbesondere die Nachtleben- und Eventszene hierzulande hat es hart getroffen. Da Live-Programme von Festivals, Spielstätten und Nachtclubs aber zu den Grundlagen unserer kulturellen Landschaft gehören, wurde jetzt die „Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen, um die Belange der Betroffenen auf Landesebene zu bündeln und zu kommunizieren. Weiterlesen

Kultur News

Kulturgesichter0711: „Ohne uns ist’s still“

Die Stuttgarter Agentur C2 CONCERTS präsentiert im Rahmen der nationalen Initiative der Veranstaltungsbranche #ohneunsistsstill die Kulturgesichter0711 im Kessel. 178 Kulturschaffende zeigen Gesicht und machen damit auf die prekäre Lage im Kultur- und Eventbereich aufmerksam.

Seit dem 13. März 2020 steht vor allem die kulturelle Welt stillt – die Maßnahmen während der Corona-Pandemie machen Veranstaltungen weitestgehend unmöglich, Konzertsäle und Clubs bleiben leer, unzählige Jobs stehen auf dem Spiel. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

Unter der Federführung des Projektleiters und Bookers Chris Ahlers werden die Betroffenen in Stuttgart während der Krise für alle sichtbar gemacht. Der Musikfotograf Dominic Pencz lichtete nach dem Motto „black shirt, sad face“ 170 Menschen aus der Branche ab, die sich so während der Stille der Pandemie Gehör verschaffen. Die Porträts werden nach und nach auf ihren Social-Media Kanälen veröffentlicht.

Die Message ist klar: „Wir sind eure Agentur und Location, wir sind eure VeranstalterInnen und KünstlerInnen, wir sind eure CatererInnen und TechnikerInnen, wir sind eure FotografInnen und PlakatiererInnen, wir sind eure TicketverkäuferInnen … Wir sind so viele Betroffene und ein Ende ist nicht in Sicht. Doch bald haben unsere Existenzen ein Ende. Und ohne uns bleibt’s still!“

Bild: © Dominic Pencz

Info: Kulturgesichter 0711

facebook.com/kulturgesichter0711/
instagram.com/kulturgesichter0711/

Kultur Kunst

Mercedes-Benz Museum: WE ARE PART OF CULTURE

Die Ausstellung „WE ARE PART OF CULTURE“ zeigt noch bis zum 31. Oktober im Mercedes-Benz Museum Stuttgart queere Persönlichkeiten von der Antike bis heute, die Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur maßgeblich geprägt haben. 

Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert, haben unterschiedliche nationale und internationale KünstlerInnen Portraits von bedeutenden Persönlichkeiten geschaffen. Dargestellt werden unter anderem Leonardo da Vinci, Alan Turing, Marlene Dietrich und Freddie Mercury. 

Die Wanderausstellung stellt die gesellschaftliche Vielfalt dar und soll dabei Respekt und Akzeptanz fordern und fördern. Präsentiert werden lesbische, schwule und bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Persönlichkeiten aus der europäischen Kulturgeschichte – als Vorbilder und Identifikationsfiguren.

Bis zum 31. Oktober kann die Ausstellung noch im Mercedes-Benz Museum besucht werden, in Stuttgart gastiert sie dann wieder vom 30. November bis zum 23. Dezember in der Universität Stuttgart. Während den Öffnungszeiten des Museums, dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr, ist der Besuch der Ausstellung kostenfrei.

 

Info: WE ARE PART OF CULTURE

Mercedes-Benz Museum
Mercedesstraße 100 in 70372 Stuttgart
Dienstag bis Sonntag von 9-18 Uhr

wearepartofculture.de

Kultur Kunst

Polaroid Rage & Black is beautiful:
Slava Mogutin

Slava Mogutin

Nach seiner Ausstellung „Lost Boys“ 2018 kehrt Slava Mogutin mit „POLAROID RAGE & BLACK IS BEAUTIFUL“ in die Galerie Kernweine zurück. Im ersten Teil holt der in Sibirien geborene und in New York lebende Künstler Minderheiten und Außenseiter der Gesellschaft – gesammelt in Polaroids und aus dem Blick seiner eigenen Migrationserfahrungen – vor die Kamera. Mit „Black is beautiful“, seiner neuesten Serie, knüpft er an die „Black Lives Matter“-Bewegung an, die für Mogutin bereits seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil seiner Arbeit und seines Denkens ist. Starke Bilder, die Geschichten erzählen!
 

 
Info
Bis 18.11.20
Galerie Kernweine
galerie-kernweine.com
slavamogutin.com
 

Allgemein Kultur News

Stuttgart in der verlorenen Zeit:
StadtPalais präsentiert neues Ausstellungskonzept

Escape-Ausstellung und Minigolf – das StadtPalais präsentiert ein neues Ausstellungskonzept und begibt sich mit „Stuttgart in der verlorenen Zeit“ auf eine Zeitreise im Spielformat. Im Escape-Room-Stil werden Rätsel gelöst, sich der Stuttgarter Vergangenheit genähert und Stadtgeschichte entdeckt. Auch im Museumsgarten ist mit einer Minigolfanlage aus den „Stuttgart am Meer“-Konstruktionen bis 15. November für Spiel und Spaß gesorgt. Am besten vorher einen Zeitslot reservieren und die Stadt neu spielen!

INFO: Stuttgart in der verlorenen Zeit 

StadtPalais

27.09.2020 bis 21.02.2021

Zur Veranstaltung 

 

Kultur News

Update für den Marktplatz

Die Bauarbeiten für die Sanierung und Umgestaltung des Stuttgarter Marktplatzes haben vor Kurzem begonnen. Neben einem hellen Bodenbelag sind u.a. eine Wasserfontäne, ein Trinkbrunnen und neue Sitzgelegenheiten vorgesehen. Außerdem soll das Angebot an Außengastronomieflächen erweitert werden. Bis es so weit ist, müssen aber einige der sonst auf dem Marktplatz ansässigen Events umziehen: Sowohl der Wochenmarkt als auch Feste wie das Stuttgarter Weindorf, das Festival der Kulturen und der Christopher Street Day werden während der Umbaumaßnahmen neue Flächen bespielen.

Fashion Kultur News

FASHION?! meets Landesmuseum Württemberg – Ausstellung mit Pop-up- Store in der Calwer Straße

Das Landesmuseum geht neue Wege: Mit der Eröffnung des eigenen Pop-up-Stores in der Calwer Straße wird die große Landesausstellung „Fashion?! Was Mode zur Mode macht“ bis in die Stuttgarter Fußgängerzone verlängert. Seit dem 3. September 2020 sind in den stilvoll eingerichteten Räumlichkeiten direkt an der Stadtmitte wechselnde Akteure der Modewelt vertreten – von ModedesignerInnen über FotografInnen und GestalterInnen bis hin zu StylistInnen zeigen diverse Szene-Insider hier ihre Arbeiten.

Den Anfang macht das Ludwigsburger Label „UMTC Studios“ der beiden Gründer Kai Bechtle und Florian Bless. Das Team der Streetwear-Marke präsentiert seine aktuelle Herbst- und Winterkollektion im Store des Landesmuseums und ist selbst auch Teil der Ausstellung im Alten Schloss. Hier steht das junge Label vor allem für den Bereich der nachhaltigen Textilproduktion – ein Großteil der Textilien sind nicht nur „made in Germany“, sondern sogar „made in Ludwigsburg“. Die Kreationen kommen mit provokanten und auffälligen Designs daher und haben selbst in Japan einen regelrechten Hype ausgelöst.

Als regionale Brand verbindet man die „UMTC Studios“ meist mit prominenten Kunden wie RIN oder Yung Kafa & Kücük Efendi, doch ihre Zielgruppe ist laut Creative Director Florian Bless vielseitig: „In unseren Store kommen auch Kids nach der Schule oder Rentner beim Stadtbummel – wir finden das super.“ Neben dem eigenen Online-Shop betreut das aktuell achtköpfige Team seit 2019 auch einen Store in Ludwigsburg und bis Ende September nun auch die Pop-up-Location in der Calwer Straße 42-44. „Mit einem Store vor Ort lässt sich viel besser eine Verbindung zu den Menschen aufbauen und durch den Kontakt eine Emotionalität herstellen, die wir für unsere Brand schätzen.“ 

Durch den Pop-up-Store sollen laut Thorsten Neumann vom Landesmuseum Württemberg auch Menschen auf die Ausstellung aufmerksam gemacht und herangeführt werden, die nicht zu den klassischen Besuchern des Museums gehören. Der Shop ist dabei nicht nur Werbefläche, sondern soll den Dialog anregen und mitten in der Fußgängerzone Stuttgarts eine Plattform zum Austausch bieten. Beide Projekte – Ausstellung und Pop-up-Store – gehen dabei Hand in Hand miteinander. 

Der Fokus gilt dabei vor allem der Vielschichtigkeit und dem Facettenreichtum von Fashion – gezeigt werden die unterschiedlichen Bereiche Mode machen, tragen, leben und zeigen. Was macht eigentlich Mode zur Mode, wer entscheidet was in oder out ist und wie kann Nachhaltigkeit umgesetzt werden? Mit diesen und weiteren Fragestellungen setzt sich das Landesmuseum Württemberg mit seiner Ausstellung vom 24. Oktober 2020 bis zum 25. April 2021 kritisch auseinander. Anstatt eines klassischen, historischen Überblicks soll dem Betrachter ein Gesamtbild des Themas vermittelt werden. Ob Statements, Moodboards oder absolute Klassiker der großen Namen: Mode ist vielseitig und genau das zeigt die Ausstellung.

Abgelöst wird das regionale Modelabel ab Ende September vom Fotograf Martin Tamba, außerdem folgen das Projekt MZIN Leipzig, die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim, der Siebdruck-Künstler Bora Tanay, das Fashion Label macarons, die Fotografin und Filmemacherin Monica Menez und das Modelabel SIMONE WILD mit eigenem Fashion-Input in der Calwer Straße. Bis zum 24. Dezember 2020 hat der Pop-up-Store täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet, die Ausstellung im Landesmuseum Württemberg kann ab dem 24. Oktober 2020 bis zum 24. April 2021 besucht werden.

 

Info: FASHION?! meets Landesmuseum Württemberg

Calwer Straße 42-44, 70173 Stuttgart
Montag bis Samstag, 11-19 Uhr

Zu den Tickets

landesmuseum-stuttgart.de/ausstellungen/vorschau-fashion/ • instagram.com/lmwstuttgart • instagram.com/umtc_studios/