Wenn man das Wort „Zombie“ hört, hat man sofort ein konkretes Bild im Kopf: gruselig umherwandelnde Gestalten, die als Metapher für den Tod oder das Böse dienen und die perfekte Grundlage für Geschichten in Film, Literatur und Videospielen bilden. Was jedoch wirklich hinter dem Phänomen steckt und wie die karibische Insel Haiti sowie die Vodou-Religion damit verknüpft sind, beleuchtet das Linden-Museum pünktlich zu Halloween ab dem 24. Oktober 2026 mit der Sonderausstellung „Zombies – die Ursprünge“.
Die Ausstellung bringt Licht ins Dunkel und macht deutlich, welche Vorstellungen der Realität entsprechen und wo die reine Hollywood-Fiktion beginnt. Im Mittelpunkt stehen dabei die haitianischen Wurzeln des Glaubens, die düstere Rolle des Kolonialismus sowie der vielschichtige Prozess, wie aus einer tief verwurzelten religiösen Figur ein weltweites Popkultur-Phänomen wurde. Neben historischen Exponaten und audiovisuellen Medienstationen kommen auch zeitgenössische Künstler:innen aus Haiti zu Wort, die dem Mythos eine völlig neue, eigene Perspektive entgegensetzen. Bis zum 9. Mai 2027 kann man die Ausstellung besuchen.
Foto: © Diana Gabler
