Der Umzug führt von der Kronprinzstraße 28 in die Calwer Straße 34 – nur rund 100 Meter entfernt, in ein neu errichtetes Gebäude an der Stelle, an der lange Zeit eine Baugrube das Straßenbild bestimmte. Der Weg dorthin war allerdings steiniger als geplant. Ursprünglich sollte der neue Store bereits im September eröffnen, doch sowohl Verzögerungen beim Baurechtsamt als auch unerwartete Herausforderungen bei den Renovierungsarbeiten sorgten für einen deutlich späteren Start. „Zum Glück hat der Vermieter das mitgemacht“, sagt Inhaber Horst Wanschura rückblickend.
Trotz der Hürden zeigt sich Horst ausgesprochen dankbar für die Zusammenarbeit mit Interior-Designerin Claire Wildenhues, die maßgeblich an der Gestaltung der neuen Räume beteiligt war. Die Verbindung kam nicht zufällig zustande: Wildenhues arbeitet seit Längerem an spannenden Projekten in Berlin, ihre Ästhetik und Herangehensweise passten aus Horsts Sicht perfekt zu seinen eigenen Vorstellungen. Gleichzeitig betont er, dass der Laden trotz neuer Einflüsse klar seine Handschrift trägt. Weiße Wände und ein weißer Boden treffen auf silber-schimmernde Flächen, knallig rote Lackwände und silberne Kleiderstangen. Weiß, Silber und Rot wechseln sich im Interior konsequent ab und erzeugen eine klare, kontrastreiche Raumwirkung. Auch inhaltlich bleibt sich der Store treu: Neben ausgewählter Damen- und Herrenmode finden sich weiterhin Schmuck, Schuhe und Parfums im Sortiment, ergänzt durch neue Designer:innen, die das bestehende Angebot erweitern.

Der Grund für den Umzug war letztlich pragmatisch. In der Kronprinzstraße habe es zunehmend an Laufkundschaft gefehlt – besonders seitdem das Möbelgeschäft Habitat dort ausgezogen war. In der Calwer Straße erhofft sich Horst nun mehr Sichtbarkeit. Er freut sich auf die Zukunft und ist gespannt, wie der neue Standort angenommen wird. „Bei meinen Stammkunden mache ich mir gar keine Sorgen“, sagt er. Umso interessanter sei es nun zu sehen, welche neuen Menschen den Weg in den Laden finden.
Am 7. Februar 2026 wurde der neue Store schließlich unter großem Andrang eröffnet. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die neuen Räume erstmals zu entdecken. Für den passenden Sound sorgte DJ Stolis aus dem Kollektiv Basement Operations. Neben Drinks gab es kostenlose bedruckte Feuerzeuge sowie kleine Goodie-Bags, die ein Glas Quitten-Gelee enthielten. „Die Quitten sind aus dem Garten von meinem Partner und mir“, verrät Horst. Mehrere Hundert Kilogramm hätten sie geerntet – das Opening sei der perfekte Anlass gewesen, einen Teil davon weiterzugeben.
