Der Stuttgarter Produzent und DJ Jakob Mäder veröffentlicht Anfang März sein erstes vollständiges Album mit dem Namen „A Matter Of Time“ und geht dabei bewusst einen besonderen Weg. Statt eines klassischen Streaming-Releases erscheint die Platte zunächst ausschließlich auf Vinyl. Der offizielle Preorder startet am 6. März, digital wird das Album erst im Herbst oder Winter verfügbar sein. Musikalisch bewegt sich der Sound im Deep-House-Kosmos, ist dabei aber offen gedacht. Die Tracks wirken reduziert, sphärisch und verträumt, teils melancholisch, teils tanzbar. Das Album entstand überwiegend in den Jahren 2022 und 2023 und markiert für Jakob Mäder eine Rückbesinnung auf den Sound, mit dem er ursprünglich zur elektronischen Musik gefunden hat.
Jakob Mäder ist seit vielen Jahren Teil der Stuttgarter Club- und Kulturszene. Nach ersten Schritten als DJ und Veranstalter, u. a. mit Midnight Service, begann er regelmäßig eigene Musik zu veröffentlichen, zunächst auf Compilations und später auf verschiedenen Labels. 2021 gründete er zudem ein eigenes Label: Constant Change.
Begleitend zum Release sind kleine, intime Veranstaltungen geplant: Unter anderem eine Release-Party am 26. April im Peng Peng Studio, bei der die Platte in entspannter Atmosphäre mit Sekt, Kaffee und Kuchen vorgestellt und verkauft wird. Am 11. Mai ist Jakob Mäder beim Talk-Format „Montage“ in der Rakete zu Gast, um gemeinsam mit dem Publikum in die Platte reinzuhören und darüber zu sprechen.
3 Fragen an Jakob Mäder
Dein Album in drei Worten?
„Rückbesinnung, persönlich, tanzbar.“
Was ist das Besondere an deinem Album?
„Ich habe das gar nicht unter dem Gesichtspunkt produziert, dass es als Listening Journey funktioniert. Aber viele Leute haben es sich angehört, u. a. auch das Label und der Mastering Engineer, und meinten, dass es einfach voll gut funktioniert, es von vorne bis hinten durchzuhören – quasi als kleine Reise. Aber genauso sind ein, zwei, drei, vier oder mehr Tracks drin, mit denen man einfach super auflegen und im Club dazu tanzen kann.“
Wovon lässt du dich inspirieren?
„Es ist immer viel drin. Von allem. Natur, Freundschaft, Clubkultur. Einfach diese Momente, in denen man im Club ist und das Gefühl hat, alles ist okay, so wie es ist. Und man sich wohlfühlt. Man weiß, die anderen Leute haben auch ultimativ Lust auf diese Musik, die gerade hier läuft. Das ist so ein zusammenschweißender Moment und das inspiriert mich ganz, ganz arg. Ich empfinde es als so schön und so so hoffnungsvoll, dass Leute, die sich gar nicht kennen, im Club zusammen einfach stundenlang eine gute Zeit haben und danach rauslaufen und irgendwie ein bisschen glücklicher sind. Das ist so ein Moment. Auch dieses Gefühl, wenn man die Nacht durchgefeiert hat und dann die Sonne aufgeht und es cool ist, was man erlebt hat, aber man kann es gar nicht mehr an einem konkreten Moment festmachen. Dieses Gefühl, dass alles okay ist, so wie es ist – das finde ich auf jeden Fall inspirierend. Natürlich auch die eigene Gefühlswelt: geht es einem gut, geht es einem schlecht. Lässt man irgendwelche Sachen, Vergangenheit oder Zukunft irgendwie in die Musik einfließen und verarbeitet das? Darüber habe ich viel Musik gemacht: über Zeit, über Endlichkeit.“
Foto © Ilkay Karakurt
