Neues asiatisches Café mit Brunch und Tapas: Phê

Schon mal Salzkaffee probiert? Das und noch viel mehr findet man seit Neuestem in der Katharinenstraße 15. Wo zuvor das Non-Profit-Café Natan von Stelp beheimatet war, hat pünktlich zum neuen Jahr ein neues asiatisches Café eröffnet: das Phê. Seit dem 2. Januar 2026 bringt der Spot vietnamesische Kaffeekultur, asiatischen Brunch und Tapas in die Innenstadt – und richtet sich damit vor allem an Fans der ost- und südostasiatischen Küche.

Der Name ist Programm. „Phê“ oder genauer „Cà Phê“ ist das vietnamesische Wort für Kaffee und steht für eine Kaffeekultur, die wenig mit schnellem Flat White to go zu tun hat und gerne mit ungewöhnlichen Kombos daherkommt. Genau das spiegelt sich auch auf der Getränkekarte wider. Neben klassischen Kaffeevarianten gibt es hier vietnamesische Spezialitäten, die man sonst eher selten findet. Allen voran Ca Phe Muoi, der berühmte Salzkaffee aus Huế: kräftiger Filterkaffee trifft auf Kondensmilch und cremigen Salzschaum. Das Ergebnis erinnert an salziges Karamell und ist überraschend harmonisch. Wer es lieber süß mag, greift zum Ca Phe Dua mit Kokosmilch und Kokoseis oder zum Ca Phe Trung mit Eiercreme. Auch Matcha-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Neben klassischem Matcha- und Hōjicha-Latte gibt es fruchtige Varianten mit Erdbeer-, Mango- oder Yuzu-Püree. Besonders Instagram-verdächtig: die Matcha-Cloud, ein fluffiger Matcha-Schaum, der auf Kokoswasser schwimmt. Ergänzt wird die Getränkekarte durch hausgemachte Limonaden – perfekt für eine Erfrischung im Sommer.


Kulinarisch geht es genauso vielseitig weiter. Die ganztägig angebotenen Tapas reichen von Sommerrollen mit Kokos-Dip über knusprige Oktopusstückchen mit Maracuja-Mayo bis hin zu Gyozas mit Ponzu-Dip. Der Brunch, den man bis 16 Uhr bekommt, bietet unter anderem die beliebten Eggdrop-Sandwiches, Bánh Mì oder Joghurt mit Früchten. Auch für die Mittagspause lohnt sich der Besuch: Hauptgerichte mit Udon-Nudeln, Reisnudeln und verschiedene Reisgerichte stehen ebenfalls auf der Karte – inklusive vieler vegetarischer und veganer Optionen.

Wer die Räumlichkeiten noch aus Natan-Zeiten kennt, wird merken: Hier hat sich einiges getan. Die Wände sind nun in einem warmen Hellbraun gestrichen, der frühere Holzboden wurde durch einen dunkelgrauen Steinboden ersetzt. Der kleine Raum ist clever genutzt, mit vielen Sitzmöglichkeiten. Schlichte Holztische und dunkle Stühle mit Rattan-Geflecht treffen auf bunte Kunst an den Wänden.

Und für alle, die sich jetzt fragen, was eigentlich mit dem Natan ist: Keine Sorge. Das Café zieht nur um und plant seine Neueröffnung im Sommer 2026 in der Calwer Straße.
20.01.2026 — Joe Ulrich
Ad
Anzeige