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Lagerkoller vermeiden:
Spaziergang-Tipps der Redaktion

Spaziergang-Tipps reflect Stuttgart

Um einen akuten Lagerkoller zu vermeiden, ist es auch in Stayhome-Zeiten wichtig, hin und wieder das Haus zu verlassen und ein paar Sonnenstrahlen einzufangen. Vitamin D schützt vor Krankheiten und stärkt das Immunsystem. Abgesehen davon lässt so ein bisschen Sonne im Gesicht die Freiheit erahnen, die im Moment größtenteils abhanden gekommen ist, und von wilden Sommernächten und entspannten Freibad-Tagen träumen. Raus in die Natur, dem Vogelgezwitscher lauschen und neue Wege entdecken! Bitte achtet dabei immer auf ausreichend Abstand und seid nur maximal zu zweit unterwegs.

 

Bopserwald

Die Bopserwaldstraße mit ihren prunkvollen Villen lädt dazu ein, sich eines der Gebäude für ein Was-wäre-wenn-Leben auszusuchen, in dem man mit Freunden auf der großzügigen Terrasse ein Glas kühlen Vino kredenzt. Hat man sich von seinem Traumhaus und den damit verbundenen feucht-fröhlichen Vorstellungen losgerissen, ist es nur noch ein Katzensprung bis in den naheliegenden Bopserwald, der sich ab hier für einige Kilometer erstreckt. Kleine Wege führen durch den ruhigen Forst, der eigentlich nur am Wochenende gut besucht ist. An den anderen Tagen kann man hier die Ruhe genießen und es sich auf einer Bank gemütlich machen und lesen oder einfach nur die Nasenspitze in die Sonne strecken. Kurze Fußwege führen sowohl zum Fernsehturm als auch zum Teehaus, wo man für ein kurzes Päuschen die Aussicht genießen kann.

 

Leibfriedscher Garten / Killesberg

Der Leibfriedsche Garten unweit vom Nordbahnhof ist eine wunderbare Anlaufstelle für Erholungssuchende und Entdecker. Von der Bastion aus kann man einen herrlichen Blick über Stuttgart genießen und die Ruine der im zweiten Weltkrieg zerstörten Villa Moser lässt auch Erwachsene zu kundigen Forschern werden. Ab dem Nordbahnhof führt eine Brücke zum Egelsee, der mit Wasserspielen des Bildhauers Hans Dieter Bohnet bestückt ist. Anschließend gelangt man in den Wartbergpark, der einen direkt zum Höhenpark Killesberg führt. Ein schöner Ausflug, bei dem man abschließend mit der fantastischen Aussicht vom Killesbergturm belohnt wird.

 

Schlossgarten / Rosensteinpark

Beginnend am Schlossplatz, kann man sich auf einen schönen Spaziergang durch die riesige Stuttgarter Parklandschaft freuen. Leider ist es in diesen Tagen im gut besuchten Park schwer, die mindestens 1,5 Meter Sicherheitsabstand einzuhalten – es scheinen deutlich mehr Menschen auf den Geschmack von frischer Luft gekommen zu sein. Vorbei an der Oper und dem Planetarium, am Teich im mittleren Schlossgarten, dem Grillplatz und dem Nesenbach gelangt man auf der Höhe der Mineralbäder zu drei kleinen, angelegten Seen, an deren Ufern es sich gut auf einer Bank entspannen lässt. Weiter geht es vorbei am Rosensteinmuseum und dem Wildgehege der Wilhelma, in dem zur Zeit herzerwärmend süße Babyziegen umher tollen. Wer noch nicht genug hat, kann von hier weiter nach Bad Cannstatt laufen, um sich ein Weilchen am Neckarufer zu sonnen.

 

Eichenhain

Das Naturschutzgebiet Eichenhain befindet sich in Riedenberg am Rand von Sillenbuch und ist mit der Bahn gut zu erreichen. Über einige Kilometer erstreckt sich der Hain mit seinen uralten Bäumen, die teils noch mächtig und gesund dastehen, teils als morsche Riesen am Boden liegen und nun als Sitzgelegenheit oder Balancierbalken dienen. Überquert man die Straße, so gelangt man in den nahegelegenen Wald, in dem man einen kleinen Bach überquert, um sich dann in scheinbar unberührter Umgebung zu befinden. Nur ein paar aufgestellte Stämme und Äste deuten darauf hin, dass hier Kinder am Werk waren. Auch für Pilzsammler ist dieses Gebiet in den richtigen Monaten eine gute Anlaufstelle.

 

Krummbachtal

Wunderschön ist auch die Route durch das Krummbachtal. Ab dem Naturfreundehaus kann man sich auf den Weg zum Solitudewald sowie zu den beiden Naturschutzgebieten „Rot- und Schwarzwildpark“ und „Büsnauer Wiesental“ machen. Neben einer ruhigen Wald- und Wiesenlandschaft kommt man auch am Bärenschlössle und den zwei Seen vorbei. Am besten Vesper und Radler einpacken und irgendwo eine gediegene Picknick-Pause einlegen.

 

Sternwarte Welzheim

Wer ein Auto besitzt und etwas mehr Zeit aufbringen kann, dem empfehle ich einen Ausflug in den Mainhardter Wald – genauer: nach Welzheim. Ab dem Viadukt-Parkplatz führt ein kleiner Pfad durch den moosbewachsenen Wald, der einen unvermeidlich an das Auenland erinnert. Vorbei an einem kleinen Bach läuft man lange Zeit durch diese märchenhafte Umgebung. Irgendwann geht der Weg bergauf und man kommt an einem Hof vorbei. Ungefähr 15 Gehminuten später erreicht man die Sternwarte. Auf bebilderten Tafeln kann man sich über die Planeten und das Sonnensystem informieren oder es sich auf einer Bank oder einer Picknick-Decke gemütlich machen. Bevor man wieder beim Parkplatz ankommt, führt der Weg vorbei an einer Grotte und vielen weiteren malerischen Waldplätzen.

 

Weinberge

Die kleinen Wege am Fuße der Grabkapelle erstrecken sich kilometerweit durch Rotenberg und führen an niedlichen Schrebergärten und satten Wiesen vorbei. Nicht nur der Blick von der Kapelle in den Kessel und die idyllischen Gänge durch den Rebenwald sind beeindruckend: Wenn man sich die Zeit für eine etwas längere Wanderung nimmt, kann man einen Abstecher zur Egelseer Heide machen, von der man eine mindestens genauso schöne Aussicht genießt und die sich perfekt für ein Picknick mit einer Flasche Wein anbietet. Mindestens genauso lohnenswert ist ein Spaziergang vom Max-Eyth-See aus. Die Weinberge führen am Ufer entlang und hat man erst einmal den steilen Anstieg hinter sich gebracht, wird man mit einem beeindruckenden Rundumblick auf die Stadt belohnt.

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