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Allgemein featured Wochenendberater

Wochenendberater
29. Oktober – 1. November 2020

Wochenendberater 19.10.-1.11

Die Tage werden kürzer und die Abende damit wieder umso länger. Ob schaurig-schön oder ganz gemütlich – auch diese Woche haben wir wieder ein paar Events zusammengesucht, die euch die nächsten Tage verschönern können und euch und euer Wochenende zum Strahlen bringen. Was die nächsten Tage so los ist, erfahrt ihr wie gewohnt auf reflect.de. Bleibt gesund und passt auf euch auf!

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Allgemein Design Fashion News

Freedom, Equality und Justice:
Streetwear mit wichtiger Botschaft

Yves Findling

Der Stuttgarter Künstler Yves Findling steht für ausgefallene Kunstdrucke, Fine Art Prints und stilvolle Fotografien. Als Initiator des Künstlerkollektivs Syndicate of Artists” hat er ein Projekt ins Leben gerufen, das die Pop-Art-Kunst und den Urban-Art-Stil mit zeitgenössischer Illustration vereint. Seine Arbeiten bilden dabei nicht nur erfolgreiche Rapper wie Snoop Dog und Jay-Z ab, sondern zeigen außerdem die größten Metropolen.

Nun geht der freiberufliche Grafikdesigner und Illustrator neue Wege und produziert Streetwear-Shirts, auf denen bekannte Größen der Musikindustrie prangen. Dabei verknüpfen die Designs seine Kunst mit politischen Statements. Insgesamt drei verschiedene Shirts sollen wichtige demokratische Grundwerte widerspiegeln: Freedom, Equality und Justice. Dafür hat sich Findling drei der größten Rapper unserer Zeit als Vorbild genommen. So steht der Künstler Andre3000 von Outkast im ersten Motiv „Freedom” für die Freiheit in all ihren Facetten. Jay-Z kämpft für die Bürgerrechtsbewegung und somit für die „Equality” in den USA. Auf dem dritten Design „Justice” ist das Gesicht des Rappers Drake zu sehen, der sich vor allem gegen Polizeigewalt und systematischen Rassismus einsetzt. Damit transportiert jedes Shirt für sich eine eigene politische Botschaft, die in Form von Pop-Art-Kunst auf die Straße gebracht wird.

Die Shirts sind in limitierter Auflage im Online-Shop „Syndicate of Artists” erhältlich. 10% der Einnahmen werden an wohltätige Zwecke gespendet.

 

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⁣Die neuen Shirts können ab sofort in meinem Online-Shop syndicate-of-artists.com bestellt werden. Eine Dankeschön an alle die mich bisher supportet haben und auch an alle die es noch tun werden. 10% der Einnahmen werden an das Forum der Kulturen, das sich für Anti-Diskriminierung einsetzt, gespendet. #buylocal #Stuttgart @forumderkulturen @hiphop_kitchen_stuttgart⠀ ⠀ .Werbung⠀ .⁣⠀ .⁣⠀ .⁣⠀ .⁣⠀ #illustration #blm #blacklivesmatter #tees #druck #sticken #tshirtdress #handmade #Stuttgart #0711 #handicrafts #linoldruck #tshirtoftheday #tshirtsdesign #handmadewithlove #allhandmade #art #tshirtstore #kunst #tshirts #frankfurt #hamburg #tshirtshop #tshirtdesign #textildruck #fashion #tshirtprinting #siebdruckversand

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Bild: © ZENGIN

Allgemein News

Mit &charge nachhaltig punkten:
Bei jedem Kilometer sparen

&charge

Beim Shoppen Kilometer sammeln – so lautet das Geschäftskonzept von &Charge. Wer über die App oder Seite des Unternehmens bei registrierten Partnern einkauft, kann sich Punkte bzw. Kilometer für nachhaltige Mobilität verdienen.

Neben zahlreichen Onlineshops gibt es auch lokale Partner wie das Brauhaus Schönbuch in Stuttgart, die Teil der Aktion sind. Einlösen kann man die gesammelten „Kilometer“ z. B. bei Share Now, stella-sharing oder Call a Bike!

 

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❗❗Wir haben eine wichtige Nachricht an Euch: Wir sind eine neue Partnerschaft mit einem Energiedienstleister eingegangen! 🎉🎉 Unser neuer Partner hat zurzeit über 580 Ladepunkte in der rheinischen Region. Bis zum Jahr 2025 wollen sie im Raum Köln insgesamt 3.000 Ladepunkte zur Verfügung stellen. Darunter alleine 400 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektroautos. Mit ihrem Partnernetzwerk TankE treiben sie den Ausbau auch bundesweit voran. ⚡ Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit @rheinenergie_ag und dem TankE Netzwerk! Ab heute könnt ihr Euer RheinEnergie Konto mit der &Charge App verknüpfen und Eure Kilometer für Ladestrom für Euer E-Auto einlösen! 🚗🔋 . . . . . #andcharge #ladeweile #keineladeweile #emobility #electricvehicle #eauto #emobilität #chargingstation #ladestation #drivegreen #goingelectrive #bornelectrive #edrive #goelectric #changemobility #changemobilityforgood

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Allgemein

Ein Gasthaus vorm Palast:
Wirtshaus Lautenschlager

Wirtshaus Lautenschlager

Laufen die Bauarbeiten im Wirtshaus Lautenschlager gerade noch auf Hochtouren, so können die Gäste auf der Website schon einen ersten digitalen Eindruck davon gewinnen, was in den Räumlichkeiten in den nächsten Wochen bis zur Eröffnung entstehen soll. Hinter der denkmalgeschützten Fassade schafft die Brauerei Dinkelacker eine Mischung aus Bierstube und Restaurant, in der schwäbische Klassiker in moderner Interpretation auf der Karte stehen. Der Gebäudekomplex wurde in den letzten Jahren umfassend saniert und beherbergt nun neben Büroräumen und Wohnungen auch das gastronomische Projekt, zu dem auch die Terrasse im ersten Stock gehört.

Wirtshaus Lautenschlager

Info Lautenschlager
Eröffnung Herbst 2020
Lautenschlagerstraße 24
wirtshaus-lautenschlager.de

Allgemein Streifzug

Streifzug: Nesenbachstraße

Nesenbachstraße

Bei unserem „Streifzug“ entdecken wir für euch neben den bekannten auch die auf den ersten Blick versteckten Hausnummern Stuttgarts schönster Straßen.

Nesenbachstraße

Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm verabschieden wir uns langsam von lauen Sommerabenden, Freibadwetter und dem einen oder anderen Aperol Spritz. Auch wenn an dieser Stelle bei so manchem schon Melancholie aufkommen mag, gibt es im Herzen Stuttgarts einen idealen Ort, um die bevorstehende Jahreszeit gebührend einzuläuten: die Nesenbachstraße.

Beginnend an der Torstraße, schlängelt sie sich durchs Gerberviertel und bringt einen direkt zu Beginn zu einem Stuttgarter Urgestein. Seit 1879 ist das „Restaurant Tauberquelle” eine der ersten Adressen, wenn es um original schwäbische Küche geht. Im traditionellen Hüttenstil kommt man hier in den Genuss von saftigem Rostbraten, geschmelzten Maultaschen, deftigen Käsespätzle und herzhaftem Linsenteller. Unter sich rot färbenden Kastanienbäumen lädt der angrenzende Biergarten zu gemütlichen Abenden ein und bietet Gelegenheit für eine kleine Auszeit zwischen Tübingerstraße und Wilhelmsplatz.

Flaming Star

Ein wenig die Straße hinunter führt der Weg zur ältesten Shirtbude am Platz. Der „Flaming Star”-Store ist ein Paradies für Rock-and-Roll-Fans, Retro-Clothing-Liebhaber und Rockabillys. Auf 110 Quadratmetern finden sich die bekanntesten Marken der Szene – von Rumble 59 über Dickies bis zu Dolly & Dotty – aber auch zuckersüße Mitbringsel und lokalpatriotische Schmankerl.

Ein paar Schritte weiter lädt das „Barocco Vino del Salento” zur Weinprobe ein. Die besten Tropfen aus Apulien sowie ausgewählte Spitzenweine werden dort mit köstlichen italienischen Antipasti, Oliven und Käse serviert. Wer den Sommer im heimischen Weinregal oder in der Küche verlängern möchte, findet neben einer besonderen Auswahl an italienischen Weinen im Feinkostbereich des Geschäfts italienische Pasta, diverse Olivenöle und leckere Biscotti.

Earl Eberhard

An der Ecke Nesenbachstraße/Christophstraße angekommen, stößt man auf das ehemalige „Café Graf Eberhard”. Der Graf hat allerdings vor Kurzem den Titel „Earl Eberhard” angenommen und lockt mit seiner abwechslungsreichen Frühstückskarte, dem großen Mittagslunch und einer Auswahl an selbstgebackenen Kuchen ausgelaugte Shopaholics und arbeitende Bevölkerung aus der Umgebung gleichermaßen.

Kulinarisch geht es weiter, nachdem man die Kreuzung auf die andere Straßenseite überquert. Dort liegt das türkische Restaurant „Sultan Saray”, das mit aromatischer Linsensuppe, paniertem Schafskäse, würzigen Köfte und jeder Menge Knoblauch eine kulinarische Reise ins Warme verspricht. Vorbei an einigen Wohnhäusern und einem belebten Spielplatz gelangt man zum Juwelier „Lix Schmuck”. Versteckt in einem alten Fachwerkhaus, findet man dort ausgefallenen Schmuck aus der hauseigenen Goldschmiedewerkstatt. Die Lage zum direkt angrenzendem Gerberplätzle eignet sich perfekt, um den müden Beinen eine kurze Pause zu gönnen.

LIX Schmuck

Wenige Meter weiter mündet die Nesenbachstraße in die Sophienstraße. An kleinen Modegeschäften und dem „Espressoladen” vorbei, führt sie direkt zum Einkaufszentrum Gerber. Auf unserem Rückweg wagen wir noch einen kurzen Blick in die angrenzende und nach dem Viertel benannte Gerberstraße, die uns wieder zum Anfang unseres Streifzugs bringt.

Gerberstraße

Dort finden Motorrad- und Stil-Enthusiasten beim Label „Easy Ride” nicht nur das perfekte Outfit, sondern auch die passenden Stiefel im gegenüberliegenden „Boots by Boots”. Der Laden, der sich ganz dem lässigen Schuhwerk verschrieben hat, bietet die volle Bandbreite an Cowboyboots, Bikerboots, Stiefeletten und Ankle Boots.

Allgemein Interview Wortwechsel

Wortwechsel:
Weview X Vision Ekstase

Wortwechsel

Wie kann es mit Clubs weitergehen, welche Unterstützung wünschen sich lokale Künstler und was macht dieses diffuse Feld elektronische Musik eigentlich aus? In unserem Wortwechsel haben wir uns im Eventraum urban43 mit Florian Blessing und Dominik Krammer von Weview sowie Jan Range und David Löhlein von Vision Ekstase getroffen und sie beim Gespräch über die aktuelle Lage belauscht…

David: Was macht ihr eigentlich genau?

Florian: Weview ist ein kleines House- und Technolabel, das sich versucht ein bisschen auf die Urgenres zu fokussieren. Es hat alles mit dem Auflegen und Partys im Kollektiv begonnen und nach zwei Jahren haben wir beschlossen, unsere eigene Plattform für uns und andere Künstler zu gründen.

David: Vinyl oder digital?

Florian: Bis jetzt nur digital. Vinyl ist auch in der Planung.

Dominik: Unsere Idee war, eine Compilation mit befreundeten Artists zu starten, ein bisschen spezieller mit echt unterschiedlicher Musik. Wir vertreten extrem unterschiedliche Genres: Luca spielt eigentlich nur House, dann gibt es Melodic Techno und auch viel Indie Dance oder auch einfach mal brutal harten Techno.

Florian: Ich denke, wir hören da auf, wo eure Musik dann anfängt.(lacht)

Wortwechsel

David: Wie lange gibt‘s euch schon?

Dominik: 2016 war das Kollektiv, seit 2018 das Label.

Florian: Und ihr, seit wann gibt‘s euch?

Jan: Ende 2018 haben wir das Kollektiv gegründet, das durch den Lehmann-Umbau zustande kam, an dem wir alle irgendwie beteiligt waren. Wir haben dort eine monatliche Veranstaltung bekommen, die wir „Vision Ekstase“ genannt haben und verfolgen darüber hinaus auch ein sehr stark visuelles Konzept, das wir in Trailern und Fotos zur Party umsetzen.

David: Die Musik ist unser Anker, aber wir haben eben auch Fotografen und Künstler dabei.

Jan: Und im September kam Davids erste Platte raus.

Florian: Ihr habt direkt Vinyl gemacht, oder?

Jan: Genau, dann hatten wir noch ein weiteres Release von mir und eine Remix-EP – und dann kam eben Corona!

Dominik: Das klingt aber schon ein bisschen professioneller als bei uns, macht ihr das auch beruflich?

David: Gerade jetzt durch Corona konzentrieren wir uns noch einmal mehr aufs Marketing, weil ich eben auch aus diesem Bereich komme.

Jan: Es fühlt sich auf jedem Fall nach einem Beruf an!

Florian: Man merkt aber auch, dass ihr dieses einheitliche Konzept gut hinbekommt, was zum Beispiel bei uns so nie das Ziel war.

Dominik: Wie würdet ihr die Genres oder das Spektrum bei euch einordnen?

Jan: Nach Geschwindigkeit, würde ich sagen!

Wortwechsel

David: Das Genre ist Techno, weiter kann man es glaube ich gar nicht spezialisieren.

Jan: Da lassen wir uns auch unseren Spielraum und inspirieren uns gegenseitig damit.

Dominik: Wieviele Leute seid ihr gerade?

Jan: Neun sind wir aktuell, der inner circle.

David: Wir haben einen großen Freundeskreis und eine Crowd, ohne die wir nichts wären. Deshalb möchten wir da auch etwas zurückgeben, sammeln bei unseren Veranstaltungen Spenden und machen auf Themen aufmerksam. Dieser soziale Aspekt ist uns auch wichtig.

Florian: Wir sind gerade fünf, aktiv sogar nur vier und selbst da ist die Entscheidungsfindungen schwierig. Findet ihr da alle einen Konsens?

David: Man muss natürlich eine gewisse Regelmäßigkeit schaffen und dann Sachen auch einfach mal ausdiskutieren. Es kann manchmal dauern, es kann manchmal anstrengend sein, aber am Ende hat man dann eine diverse und hoffentlich auch richtige Entscheidungen.

Florian: Durch unterschiedliche Meinungen und Blickwinkel wird ja letztendlich auch ein viel besseres Konzept geschaffen. Auch wenn es mehr Kraft kostet, es lohnt sich auf jeden Fall. Wie sieht es bei euch jetzt gerade aus?

David: Wir hätten Sitzveranstaltungen oder Open-airs unter gewissen Maßnahmen machen können, haben uns aber dagegen entschieden. Der Spirit von Vision Ekstase basiert auf Ekstase, Freizügigkeit und Schweiß auf Schweiß – das funktioniert so nicht. Das, was zum Beispiel jetzt das Kowalski macht, würde auch im Lehmann nicht gehen.

Jan: Ich könnte mir das auch nicht vorstellen, bei so einem Gebretter dann gemütlich dazusitzen. (lacht)

David: Ich finde es aber ganz spannend, dass man jetzt gerade merkt, dass Techno eben auch einfach Livemusik ist. Diese Musik passiert nicht zuhause. Natürlich hört man sich mal ein Set an, aber am Ende ist es Musik, die aus großen Lautsprechern unter die Leute gehört.

Wortwechsel

Jan: Ich finde, man fühlt sich so ein bisschen alleingelassen in dieser Situation und hat oft den Eindruck, an anderen Baustellen wird viel mehr gedreht. Kürzlich bin ich nach Berlin geflogen und saß total zusammengepfercht in diesem Flugzeug drin, was dann aber trotzdem irgendwie geht und wo Lösungen gefunden werden. Es muss ja nicht der Status von davor sein, aber wenigstens ein Lichtblick wäre schön.

Florian: Ich würde auch sagen, dass der Staat noch einmal mehr Förderungen bereitstellen sollte, gerade für die Clubs direkt und die nicht nur als normale „Selbstständige“ sehen. Sonst gibt es keine Clubs mehr, wenn das Ganze vorbei ist. Ich würde mir wünschen, dass Techno und House auch in Stuttgart als Kulturgut eingestuft und nicht beiseite geschoben werden.

David: Das Problem ist aber auch, dass diese Situation uns noch relativ lange beschäftigen wird. Als das Ganze losging hat man gehofft, es dauert ein halbes Jahr und ist dann vorbei. Mittlerweile gehe ich davon aus, dass es uns auf jeden Fall noch bis 2022 auf die eine oder andere Weise beeinflussen wird. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir um innovative Sicherheitskonzepte im Club nicht herumkommen werden. Da haben wir uns ja im Lehmann auch etwas überlegt, wie man eine Clubsituation in Coronazeiten schaffen kann und vielleicht sogar schaffen muss, weil die Leute am Ende des Tages sowieso feiern gehen. Diese Partys gibt es, teilweise mit mehreren hundert Leuten auf engstem Raum und es wird einfach nicht kontrolliert, was da passiert.

Florian: Ja, das schadet unserer Kultur noch mehr! David: Ich will da auch gar kein politisches Fass aufmachen, aber ich denke einfach, dass es eine schlaue Entscheidung wäre, wenn man sagt: Wir wissen, es gibt Partys und wir wissen, wie wir das Ganze kontrollieren und nachverfolgen. Warum nehmen wir nicht schon bestehende Konzepte her, die bereits ausformuliert und mit viel Bedacht mit anderen Parteien und Gesundheitsämtern besprochen wurden? Meiner Meinung nach gibt es in der Politik einfach zu wenige Menschen, Parteien oder Gruppierungen, die sich trauen, diese Lösung als Erstes umzusetzen. Es ist zu wenig Interesse und zu wenig Wertschätzung da, sonst würde man dieses Risiko ja auch eingehen.

Florian: Dadurch, dass keine Aussagen getroffen werden, verschlimmert sich die Situation gefühlt für beide Seiten. Deswegen unterstütze ich das genannte Konzept, gerade mit dem Gedanken dahinter, dass es eben dann kein Clubhopping gibt. Wahrscheinlich zelebriert man das dann auch ein bisschen anders. Dominik: Da wäre es glaube ich auch sinnvoll, zum Beispiel stark die Nutzung der Warn-App zu empfehlen. Dann schaut man in den nächsten Tagen drauf, sieht man hat kein Risiko und denkt sich: nice! Diese Gewissheit schafft auch ein ganz anderes Bewusstsein.

Wortwechsel

David: Ja, aber ich glaube, das ist auch einfach so ein bisschen ein Problem von Baden-Württemberg und Stuttgart speziell. Wenn man in andere Bundesländer und Städte schaut, ist da einfach mehr Interesse da und es wird unserer Szene mehr zugehört. Stuttgart hat mit die höchste Clubdichte in ganz Deutschland und dann frage ich mich schon: Wenn Clubs hier ein Teil des Lebens sind, warum hört die Politik da nicht zu? Es gibt keine Freiflächen, Genehmigungen sind schwierig … Das finde ich schade.

Florian: Man möchte für Fachkräfte attraktiv sein und einen Ort haben, der junge Leute anzieht und ignoriert trotzdem diese Thematik. Wenn man sich allein überlegt, was Orte wie das Rocker 33 für eine Strahlkraft hatten! Sowas könnte auch weiterhin passieren, wenn man das auch fördert.

Jan: So ein Club ist ja nicht nur Veranstaltungsort, sondern bündelt auch kreative Energien. Das Bewusstsein über die Events hinaus fehlt vielen. Dominik: Deshalb ist es so wichtig, die Räume und damit die Rahmenbedingungen für so etwas weiter zu erhalten.

David: Wir kennen ja jetzt schon endlos viel Menschen, die nach Berlin gehen und euch geht es wahrscheinlich ähnlich. Junge Leute braucht man in jeder gesunden Stadt. Dominik: Ich habe das kürzlich bei unserem Videodreh gemerkt. Wir haben nur mit so zwanzig Leuten gedreht, ich habe aufgelegt und dann in diesem Moment gemerkt: Alle haben Bock!

Florian: Es hat sich so richtig angefühlt, diese laute Musik. Ich hab’ richtig Gänsehaut bekommen, obwohl wir immer wieder nur das gleiche Lied gespielt haben. Ich glaube, das fehlt extrem. Ich freu mich so ultra – und ich hoffe, dass wir nicht zu alt werden bis dahin – wenn endlich wieder alles weitergeht. Elektronische Musik und die Leute drumherum sind so ein großer Teil in unserem Leben …

Dominik: Ich habe mich kürzlich sogar über einen Katertag gefreut, weil man einfach mal wieder merkt, es ist etwas passiert.

David: Es ist schon ein Teil unseres Lebens, der quasi vom Virus geklaut wurde. Gerade diese Müdigkeit ist ein Punkt mehr, warum die Politik zeitnah zumindest mal ein Streichholz anzünden muss. Es ist wichtig, den Leuten eine Perspektive aufzuzeigen. Sozusagen ein Kaffee gegen die Coronamüdigkeit!

Allgemein Gastro

Temporäres Laubenfeeling: W30-POP-UP

w30 pop up

Nachdem das Weindorf in diesem Jahr leider ausfallen musste, haben sich die Macher der Laube W30 etwas Besonderes überlegt, um dennoch gemeinsam anstoßen zu können. Das Team rund um Maximilian und Ferdinand Trautwein sowie Winzerin Katharina Wechsler zieht kurzerhand in die Büroräume der Agentur Wecause, die gemeinsam mit dem Gasthaus „Zur Linde“ für das Projekt verantwortlich ist.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und steigenden Zahlen wurde die Laube W30 bis auf weiteres verschoben. Wir halten euch auf dem Laufenden. 

Info W30-Pop-up
21.–31.10.20
Lindenspürstr. 15-17
wecause.de/w30popup