Schnell anschauen und direkt verstehen? Genau dagegen arbeitet
Marc C. Woehr in seiner neuen Ausstellung „Unpresentable“ in der
EXOgallery. Der Stuttgarter Künstler zeigt Werke, die sich dem unmittelbaren Blick entziehen und bewusst Raum für eigene Vorstellungen lassen.
Kunst zum schnellen Durchscrollen ist das hier eher nicht: Viele der Arbeiten sind mit einer Wachsschicht überzogen, unter der Motive nur teilweise sichtbar werden. Dadurch entstehen Bilder, die jede:r anders wahrnimmt. Was man darin erkennt, hängt oft mit den eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Emotionen zusammen. Die Werke wirken weniger eindeutig, sondern eher wie Fragmente oder flüchtige Gedanken. Daher auch der Titel der Ausstellung, entlehnt aus einem Essay des französischen Philosophen Jean-François Lyotards: „Presenting the Unpresentable“.
Bekannt geworden ist
Woehr ursprünglich durch Graffiti und großformatige Murals im urbanen Raum. Mit „Unpresentable“ zeigt er nun eine ruhigere, persönlichere Seite seiner Arbeit. Besonders bei der Vernissage wird das sichtbar: Eine Installation verändert sich live, sobald das Wachs erhitzt wird und verborgene Strukturen kurz auftauchen, bevor sie wieder verschwinden. Die Ausstellung läuft vom 26. Juni bis zum 1. August 2026 in der EXOgallery im Stuttgarter Westen.