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Jan Anderson

Stadtblick

Stadtblick 04/21: Viel zu tun

Stadtblick

„Da ist er, der Sommer. Nicht genau wie wir ihn kennen, aber voller Veranstaltungen und Feste, die auch wirklich gefeiert werden dürfen. Nur haben wir es fast verlernt, so scheint es, Termine auszumachen, uns zu treffen, mitzumachen oder mal spontan zu sein.

Auch an anderer Stelle gibt es zu tun, Möglichkeiten, zu helfen oder sich zu beteiligen. Denn wie schnell sich alles zum Negativen ändern kann, das haben wir nun schmerzlich gelernt. Die Veränderungen zum Positiven aber, die brauchen Zeit und viel Engagement. Es gibt unzählige Aufgaben und Projekte, die erst zusammen richtig gut werden. Höchste Zeit also, wieder aktiv zu werden. Sei es ein Treffen, soziales Engagement oder einfach nur das Kreuzchen Ende September – aber die Zukunft, die beginnt schon heute.“

jan-anderson.de

Allgemein

STADTBLICK 01/21: MOMENTE DER LEICHTIGKEIT

Stadtblick

„Selten hat sich ein Jahr so schnell schon so alt angefühlt. Oft wurde 2021 herbeigesehnt, aber jetzt, da es schon ein paar Wochen alt ist, ist schon wieder so vieles passiert. Und von allem habe ich nicht nur einmal gehört, sondern immer wieder in Livetickern, in unzähligen Posts und Headlines. Die schlechten Nachrichten sind viele, laut und anstrengend. Rar sind die guten Nachrichten von Plänen, die aufgehen, Träumen und Chancen oder sie sind so leise, dass sie schnell überschattet werden.

Unterhalten sind wir, aber die Kultur fehlt. Nicht zur bloßen Freizeitbeschäftigung, sondern als Hoffnungsspender, Inspirationsquelle, als Ort der Begegnung und Projektionsfläche. Daher müssen sie einfach wieder mehr werden und lauter. Denn es gibt sie nach wie vor: Geschichten von Hoffnung, Momente der Leichtigkeit, Menschen, die tanzen, die sich umarmen und unter ihren Masken singen und lachen. Ob das fürs System relevant ist, darüber lässt sich diskutieren, aber für die menschliche Psyche, das zeigt sich nun, ist Kultur einfach existenziell.”

Stadtblick

Stadtblick 05/20
Support The Culture

Stadtblick Jan Anderson

„Der Sommer ist offiziell rum und wir beginnen das gesellschaftliche Leben nach innen zu verlagern. „Wir“ meint hier die, die können. Denn während viele von uns nur noch im Supermarkt, beim Zeitung lesen oder in den Öffis die Covid-Maßnahmen wahrnehmen, haben diese die Kulturlandschaft noch hart im Griff. Clubs, kleine Theater und viele andere schauen besorgt in die nahe und nicht absehbare Zukunft. Also lasst uns doch in den kommenden Tagen neben Streamingdiensten und Lieferseiten auch mal schauen, was wir denen zurückgeben können, die unser Leben immer bunt gemacht haben. Online-Events, eine kleine Spende, oder, oder. Denn wäre ja irgendwie scheiße, wenn irgendwann alle wieder aufmachen dürfen, aber keiner mehr da ist …“

Stadtblick

Stadtblick 04/20
Warum in die Ferne schweifen …

Stadtblick

Der Sommer ist da und die Energiereserven vieler von uns sind langsam aufgebraucht. Die innere Uhr steht eindeutig auf Sommerurlaub. Doch viele Fragen sich, ob ein Flug ins Ausland gerade wirklich die beste Idee ist. So verlockend die Karibik, Palmen am Strand und all-inclusive immer erscheinen mögen, ist das Ganze doch ohnehin jedes Mal mit viel Stress und Aufwand verbunden. Urlaub in der Region könnte da weit mehr Erholung versprechen – und damit meine ich nicht das olle „Balkonien“. Allein Süddeutschland bietet unglaublich viele Urlaubsziele für Tagesausflüge, Städtereisen oder Ausflüge in die Natur. Ziele, die sonst gerne von dem Reiz der Ferne übertrumpft werden und doch weit mehr sind, als eine Notlösung.

Ich werde diesen Sommer zum Beispiel eine Liste anfertigen mit Städten, die auf -ingen enden und versuchen so viele wie möglich davon mal zu besuchen: von Vaihingen über Tübingen bis nach Überlingen. Die Liste kann man beinahe bis ins unendliche treiben. Versuche es gerne mal. Ist übrigens auch eine tolle Rubrik für Stadt-Land-Fluss.

Stadtblick

Stadtblick 03/20
Zurück zur Normalität geht auch anders

Stadtblick

„Die letzten Wochen haben uns allen viel abverlangt. Kein Alltag, keine Schule, keine Bars, kein Klopapier. Es wurde genetflixt, gezoomt, der Balkon bepflanzt und Bananenbrot gebacken. Doch schnell wurde das auch fad, der Wunsch nach einem Weg zurück zur „Normalität“ kam auf. Nun kommt unsere Welt wieder langsam in Bewegung und zurück sind die normalen Nachrichten: Trump, Konflikte und Skandale.

Irgendwie gefielen mir da die Aspekte des neuen Alltags besser. Menschen kamen zum ersten Mal in Kontakt mit ihren Nachbarn, es wurde von Balkonen gesungen, mit Oma telefoniert und aus Solidarität gespendet. Mache*r von uns hat das erste Mal erlebt wie es sich anfühlt, in der eigenen Freiheit eingeschränkt zu sein – für mache war es existenzbedrohend, für andere eben zeitweise fehlendes Klopapier. „Normalität“ bedeutet eben für alle etwas anderes.

Es ist befreiend, dass soziale, kulturelle und Bildungseinrichtungen endlich wieder öffnen können. Doch konnten wir aus den Einschränkungen auch etwas über unsere Privilegien, unsere Freiheit und den Wert von Solidarität dazulernen. In diesem Sinne, genießt euren Sommer.“

Stadtblick

Stadtblick
Alles Neu

Jan Anderson Neu

„2020 klingt für mich nach wie vor nach Science-Fiction. Smartphones mit GPS, WIFI, HD und VR kommen dem schon sehr nahe, das meiste fühlt sich schon sehr vertraut an. Zu alltäglich, um noch als futuristisch durchgehen zu können. Neues wird schnell vertraut und doch wird man immer wieder überrascht von etwas Unbekanntem, neu Entdecktem und Wiedereröffnetem. Die Knospen an den Bäumen sind noch alle im Winterschlaf und doch sprießt zur Zeit an allen Ecken Stuttgarts Neues aus dem Boden. Nicht ganz so laser wie gedacht, aber ich bleibe neugierig.“ Weiterlesen