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Streifzug:
Nordbahnhofstraße

Streifzug Nordbahnhofstraße

Bei unserem „Streifzug“ entdecken wir für euch neben den bekannten auch die auf den ersten Blick versteckten Hausnummern Stuttgarts schönster Straßen.

Trotz oder gerade weil der Stuttgarter Norden eher zu den verpönten Vierteln der Stadt gehört, widmen wir ihm einen gediegenen Streifzug durch die Nordbahnhofstraße und finden heraus: Es ist alles halb so wild.

Dem großen Shopping-Klotz den Rücken zugewandt, geht es an den Schienen entlang in Richtung Nordbahnhof. Zugegeben: Der Weg vorbei am Supermarkt und der zugehörigen, größtenteils mit Rollator und Schnaps bewaffneten Fangemeinde wirkt auf den ersten Blick befremdlich, aber auch die darf es in einer Großstadt geben. Wirft man aber einen Blick auf die andere Straßenseite, kann man sich über die unzähligen, in Blocks aufgeteilten Backsteinhäuser freuen, die für den besonderen Charme des Nordens verantwortlich sind. Die bereits Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Gebäude entstanden während der Arbeiten am Nordbahnhof, dessen Bau zahlreiche Arbeiter aus dem Umland anlockte.

Nicht ganz so alt, aber dennoch nicht zu vernachlässigen ist das gastronomische Angebot in der Nordbahnhofstraße. Man muss gestehen, eine Kneipentour durch nordische Gefilde erfordert etwas Mut – es ist daher ratsam, sich schon vorab ein Getränk zu genehmigen und erst anschließend in Tevik’s Stellwerk, das Café Einstein, Coco Express und den Bierteufel einzukehren. Dann kann es aber doch recht lustig werden – auf amüsante Gesellschaft trifft man in jedem Fall. Ein (wirklich) guter Tipp, wenn man sich im Norden rumtreibt und Hunger verspürt, ist „Eat inn Nord – Burger Deluxe“. Die Auswahl ist frei von fancy Stuff, Avocadocreme gibt es auch nicht, dafür aber ein fundiertes Angebot an saftigen Burgern und soliden Pommes.

Verlässt man kurz die Hauptstraße des Nordens und nimmt einen kleinen Schleichweg zwischen den Wohnhäusern, ist man im Nullkommanichts in der wunderschönen Container-City und kann sich frei durch den großen „Urban Gardening“-Bereich und die bunten und außergewöhnlichen Container-Blocks bis hin zu den Wagenhallen bewegen. Wer ein neues Rad braucht: Bei „Fahrräder für Afrika“ findet ihr aufpolierte und voll funktionsfähige Bikes in allen Farben und Formen!

Kurz vor dem Nordbahnhof biegen wir links ab und beenden unseren Streifzug beim Schwelgen in unvergesslichen Waggons-Erinnerungen aus dem Sommer. Steht man zwischen der Hütte, dem „alten Schweden“ und den Bauzäunen, ist es fast, als würde man von irgendwoher ein bisschen Musik hören …

Weitere Tipps für den euren Ausflug gen Norden: das Naturkundemuseum, Bastion Leibfried und die Gedenkstätte Nordbahnhof.

Vielen Dank an unseren Fotografen Benjamin Slavic!

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1 Kommentar

  • Reply
    Gila Albracht
    31. Dezember 2019 at 2:29

    Improvisationstheater oder so etwas gibt es dort auch. Etwas für Eingeweihte. Gut vernetzt zu sein ist wichtig! Ich konnte leider nicht hingehen, daher keine detailierten Angaben möglich, schnüfz

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