Streifzug

Streifzug:
COTTASTRASSE

Cottastraße

Bei unserem „Streifzug“ entdecken wir für euch neben den bekannten auch die auf den ersten Blick versteckten Hausnummern Stuttgarts schönster Straßen.
 
Da von der Cottastraße eigentlich nur der kleinen Zipfel zwischen der Tübinger und der Hauptstätter Straße allgemein bekannt ist, haben wir uns gen Süden begeben, um herauszufinden, was nach dem Überqueren der unangefochtenen Nummer Eins in Sachen Stau und Feinstaub auf uns wartet.
 
Das Rad an der Tübinger Straße abgestellt und die Tasche geschultert, geht es an der Ecke des Tattoo-Studios „Mommy I´m Sorry“ und der Galerie Kernweine vorbei, in der wir uns auf dem Rückweg einen heißen Ingwer-Tee mit Honig genehmigen werden. Auch wenn es in den Fingern juckt, der Kälte den Rücken zu kehren und sich sofort der Palette an leckeren Heißgetränken zu widmen, gehen wir weiter und passieren die Hauptstätter Straße.
 
Wir kommen an einer großen, grauen Wellblechwand vorbei, hinter der sich ein Supermarkt und eine Mucki-Bude verstecken, die andere Straßenseite ist von Häuserfassaden im Stil der Achtziger Jahre gesäumt. Der Weg macht einen Schlenker und wir steuern auf ein Backsteinhaus zu, vor dem es trotz der eisigen Jahreszeit blüht und grünt. Die Gärtnerei Schuler versorgt den Süden bereits seit 1862 mit herzigen und ausgefallenen Pflanzen- und Blumenvariationen. Den Berg aufwärts werden die Gebäude langsam imposanter und älter. Außerdem sorgt der Fangelsbachfriedhof, der sich ab jetzt auf der rechten Seite der Straße entlang streckt, für eine ruhige Atmosphäre.
 

 
Überquert man die Immenhofer Straße, wird die Cottastraße zum Fußgängerweg, der einige Meter später von der Olgastraße unterbrochen wird. Am Eck befindet sich die wunderbare „épicerie Fine“, welche die Nachbarschaft ebenso wie Fans von weiter her mit französischen Produkten der Extraklasse beglückt. Neben einer famosen Käse- und Weinauswahl und Hummersuppe aus der Dose gibt es hier mittags wechselnde Gerichte, die von den Stammkunden an kleinen Stehtischen mit einem Glas Wein kombiniert werden. C’est la vie!
 

 
Die Architektur zeigt sich von ihrer schönsten Seite, die Balkone sind nett geschmückt und am Ende der Straße sind Treppen in Sicht. Die Cottastraße nimmt ihr Ende, wo sie auf die Alexanderstraße trifft und den Blick auf ein paar Stäffele freigibt, die zumindest laut Stadtplan (noch) namenlos sind.
 
Fazit: „Nett“ hat nicht zwingend eine große Schwester, sondern darf manchmal auch ganz unvorbelastet für sich alleine stehen. Zwischen selbst hier wohnen und einfach mal durchs Viertel schlendern bietet die Cottastraße die eine oder andere nette Sehenswürdigkeit und lädt vor allem auch in der wärmeren Jahreszeit zu Entdeckungstouren ein.
 

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